Zitate Anicius Manlius Torquatus Severinus Boethius

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Anicius Manlius Severinus Boethius ([boˈeːt(s)iʊs], auch Boëthius geschrieben; * um 480/485; † zwischen 524 und 526 entweder in Pavia oder in Calvenzano in der heutigen Provinz Bergamo) war ein spätantiker römischer Gelehrter, Politiker, neuplatonischer Philosoph und Theologe. Seine Tätigkeit fiel in die Zeit der Herrschaft des Ostgotenkönigs Theoderich, unter dem er hohe Ämter bekleidete. Er geriet in den Verdacht, eine gegen die Ostgotenherrschaft gerichtete Verschwörung von Anhängern des oströmischen Kaisers zu begünstigen. Daher wurde er verhaftet, als Hochverräter verurteilt und hingerichtet. (Quelle:wikipedia)

Zitate:

Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben.

Der Ast, der mit aller Gewalt nach unten bis auf den Boden gedrückt worden ist, ragt sofort wieder zum Himmel, sobald die Hand, die ihn niederdrückte, losgelassen hat.

Wahrlich nur das ist Elend, was du selbst dafür hältst, und jedes Los ist ein glückliches für den, der es mit Seelenruhe aufnimmt.

Hast du also das Glück dir zum Herrn gewählt, so füge dich seinen Launen.

Auf zweierlei beruht alle Wirkung menschlicher Handlungen, auf Wille und Macht.

Wenn du dem Wind die Segel ließest, dann würdest du fahren, nicht wohin dein Wille strebte, sondern wohin das Wehen triebe; wenn du den Schollen den Samen vertrautest, würdest du tragende und unfruchtbare Jahre unter sich abwägen. Du hast dich dem Schicksal zur Herrschaft gegeben: du mußt dich in die Gewohnheiten dieses Herren schicken. Du versuchst, den Schwung des rollenden Rades aufzuhalten? Aber, törichtester aller Sterblichen, wenn es zu stehen beginnt, hört es auf, Geschick zu sein!

Alles Geschick ist von Grund auf gut.

Besiegte Erde schenkt euch die Sterne.

Wen das Glück zum Freunde macht, macht Unglück zum Feinde.

Bei jeder Ungunst des Schicksals ist dies die unseligste Art des Unglücks: glücklich gewesen zu sein.

Du möchtest Ruhm erstreben? Aber durch harte Dinge nach allen Seiten in Anspruch genommen, hörst du auf, frei von Sorge zu sein.

Wer kann Liebenden ein Gesetz vorgeben? Liebe in sich ist ein bedeutenderes Gesetz.

Blickt auf die Weite, die Festigkeit, die Raschheit des Himmels und hört einmal auf, Wertloses zu bewundern!

Nichts ist flüchtiger als die äußere Form, sie welkt und vergeht wie die Blumen des Feldes beim Anbruch des Herbstes.

Alles, was ihr bewundert, kann sich in dem bißchen Glut eines Dreitagefiebers auflösen.

Das Gute trägt seine Belohnung allein in sich selbst,
ebenso wie die Schlechtigkeit ihre eigene Strafe ist.

Welches Unheil kann wirksamer schaden als ein Feind,
der dein Vertrauter war?

Die Freundschaft, dies heiligste Gut,
gehört der Tugend, nicht dem Glücke zu.

Alles Dichten und Trachten der Menschen, wie es sich in ihren so mannigfaltigen Bestrebungen bestätigt, schlägt zwar äußerlich sehr verschiedene Wege ein, aber schließlich läuft es doch immer auf das eine letzte Ziel hinaus, die Erlangung der Glückseligkeit.

Also besitzen Selbstgenügen und Macht ein und dasselbe Wesen.

Bei den Weisen bleibt überhaupt kein Platz für Haß. Denn wer – außer ganz großen Dummköpfen – haßt wohl die Guten? Die Schlechten aber zu hassen, ist sinnlos.

Das also ist der Grundzug des Strebens der Menschen: Sie verlangen nach Reichtümern, Ehrenstellen, nach Herkunft, Ruhm und Lust, weil sie glauben, daß ihnen durch diese Dinge eine sich selbst genügende, alle weiteren Wünsche ausschließende Würde, Macht, Berühmtheit und Freude zuteil werde.

Der Tugendhafte ist weise. Der Weise ist gut. Der Gute ist glücklich

 

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