Woran zu glauben?

Es gibt so unendlich viel, dass uns in einem menschlichen DaSein begegnet. Dinge, die uns streifen und wir neugierig aufnehmen. Wissen, das an eine Vorstellung geknüpft ist, die im ersten Augenblick sicher einfach umwerfend ist. Feuer und Flamme mögen wir sein. Wir wollen einfach glauben und im Grunde ist es egal, woran. Wir wollen etwas haben, dass uns im Innersten erfüllt. Selbst, wenn uns unser Verstand manchesmal vorwarnen sollte. Aber der Glaube versetzt Berge, so sagt man. Und wie können wir uns also gegen etwas stellen, dass uns selber solche gravierende Kraft und unter Umständen sogar Macht gibt?

Bei all den Thesen, die uns in einem Leben begegnen, bleibt am Ende nur die Wahl der Qual, um es rein praktisch zu sagen.

Magie?

Das Mehr hinter dem Allem, dass sich den Naturgesetzen einer Theorie entreißt? Sie aber gar nicht widerlegt sondern manchesmal auch theoretisch zu erklären ist.

Höhere Mächte?

Sie geben uns Schicksal. Knüpfen unsere Wege an einen Zweck, der sich erst im Laufe der Zeit offenbart. Es ist alles gut und irgendwann bekommt es einen Sinn.

Auch gegen das, kann man sich trotz Vernunft einfach nicht stellen. Denn immer, trotz aller Erklärungen, bleibt einfach ein kleines Quentchen an Etwas übrig, das keiner Formel unterliegt. Ist es Zufall, ist es Schicksal, ist es Fügung? Ich weiß es genau so wenig wie Sie. Und um so mehr man weiß, um so mehr will man sich für die eigene Unabhängigkeit entscheiden. Denn der Geist kann dieses Wissen doch nicht besitzen, nur um sich einer unerklärlichen Tatsache zu unterwerfen? Aber auch ich tendiere zu folgendem Zitat: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“. (Sokrates) Und um so mehr Wissen man erlangt. Um so mehr man findet, um so mehr man entdeckt, um so klarer wird es seltener. Es gibt unendliche Rätsel in dieser, unseren Welt, die wir nicht in einem Leben aufklären werden können.

„Je weniger Erkenntnis ein Mensch besitzt, desto ferner fühlt er sich von Gott.“ (Albert Einstein)

Nein, ich werde Sie nicht zu einem Gott oder Glauben bekehren. Denn darin sehe ich nicht meine Aufgabe. Ich bin weniger Richter, Verkünder, noch Mittler. Das Einzige was ich tue, ist mit den Worten und meinem Geist zu spielen. Und was ich finde, was ich überlege, anzweifle oder auch glaube beweisen zu können, genau das, gebe ich an Sie weiter. Damit Sie damit verfahren können, wie es Ihnen beliebt. Mein Wunsch, mein Traum ist natürlich, dass Sie dadurch zu eigenen Gedanken bewegt werden. Und vielleicht, vielleicht auch nur, eröffnet sich durch manche meiner eigenen Zeilen eine neue Perspektive. Wer weiß das schon? Ich bin ein Träumer, ja , das gebe ich zu. Als Schriftsteller ist dies einer meiner Grundvoraussetzungen.

Kommen wir zum Thema zurück. Als Menschen schleichen wir auf vielen unermüdlichen Wegen durch diese Welt. Wir können kritisieren, kämpfen und müssen sehr oft einfach nur erdulden. Der Glaube an etwas bietet sich da einfach an. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Gläubige länger und zufriedener leben. Sie sind im Einklang mit ihrer eigenen Mitte, wenn man es so sagen will. Denn sie wissen einfach, wofür sie so Manches machen. Und selbst wenn ein Himmel offensichtlich widerlegbar wäre, diese Menschen würde es nicht kümmern. Denn aus dem Glauben selbst heraus, ergibt sich auch immer eine Erklärung dafür, warum das so ist.

Menschen, die an etwas glauben, stolpern nicht so leicht. Sie wissen, wofür sie einstehen müssen. Sie wissen, warum sie sich wieder aufrichten, nachdem ihnen das Schicksal einen Stein in den Weg gelegt hat. Sie fühlen einfach, dass es gut ist, wie es ist, da es nur so in ihrem Glauben sein kann. Der Umstand des Glücksfaktors, die positiven Emotionen, die sie begleiten, ist einfach vom Grundstatus höher.

Menschen, die an etwas glauben, haben es einfach leichter. Das ist Tatsache. Und es ist egal, woran sie glauben, es hilft ihnen durch das Leben. Es bleibt nur die Frage der Überschrift:

Woran zu glauben?

Ja, woran sollte man glauben? Was darf man glauben?

Ich weiß, dass Sie eine Antwort auf diese Frage haben wollen. Und bin ich ein intelligenter Kopf, was ich vorzugeben scheine, so sollte ich auch eine Antwort parat haben, nicht wahr?

Es gibt nur Eines, an das Sie glauben dürfen. Und das befindet sich in Ihnen. Das was Sie fühlen, das was Sie glauben wollen. Genau das, würde auch ich nur Ihnen bestärken. Denn genau das ist es, was Sie brauchen. Nein, auch wenn meine Artikel in mancher Hinsicht sehr provokant sind. So war und ist es nie meine Absicht gewesen, Ihnen den Glauben zu nehmen, der der Ihre ist. Ich wollte nur und will es auch immer, dass Sie nachdenken. Denn nur dadurch finden Sie zu sich selber und auch Ihrem eigenen Weg.

Glauben Sie an einen Gott?

Dann tun Sie es. Auch ich kann ihn nicht verleugnen.

Glauben Sie an die wahre Liebe?

Auch ich träume davon und würde es aus dem Herzen heraus niemals verleugnen.

Glauben Sie an Wiedergeburt?

Es gibt Vieles in dieser Welt, was nicht erklärbar ist und auch Manches, dass diese These belegt.

Glauben Sie an Magie?

Ebenso wenig, wie jeden anderen Glauben, lässt sich das ausschließen.

Es gibt ein „Mehr“ in dieser Welt. Ein „Mehr“, dass jeder auf seine Weise berührt, erkennt und einordnet. Und auf seine einzigartige Weise, wird auch er nur daran glauben. Also wer bin ich, dass ich Ihnen den Weg zu Ihrem Glauben zeigen sollte?

Was Sie fühlen, was Sie glauben wollen, genau das ist es, woran es zu glauben gilt. Wir haben jetzt einen kleinen Exkurs gemacht. Bei einer Frage haben wir angefangen, die oberflächlich zu sein scheint, nebensächlich und doch auch grundlegend. Und wie bei Vielem, hat es nur zu einem Ort geführt. Zu Ihnen alleine. Ein Ort, den auch ich nicht betreten kann und will. Denn er gehört nur Ihnen und das wird er auf ewig in den unzähligen Jahrzehnten, in denen Sie über diese Erde wandeln werden. So mancher Glaube verspricht einem Frieden im Himmel, nach dem Tod. Aber ich weiß, genau wie Sie, dass Ihr Glaube alleine, Ihnen den Frieden auch zu Lebzeiten schon schenken kann. Vielleicht ist es nur die Aufgabe Ihres Ichs, das selber auch zu erkennen?

Mehr Worte braucht dieser Artikel nun nicht mehr. Sie haben die Richtung, die Gedanken als Spur und nun liegt es rein an Ihnen, diesem Pfad zu folgen. Was auch immer das für sie persönlich auch heißen mag. Das Praktische daran? Sie müssen es niemandem erklären oder beweisen. Denn das ist ihre Freiheit. Greifen Sie einfach zu, … sie wartet.

Lies doch mal