Das Leben

Wahrheit, Gerechtigkeit und die Macht der Ideale

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Es gibt sie seit Menschen Gedenken. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn seit wir fähig sind uns in Gedanken über unsere reine menschliche Existenz hinweg zu heben, suchten und auch suchen wir nach einem Sinn, einer Aufgabe, einem Zweck als auch Sinn. Als Erstes entwickelten wir den Glauben an etwas Höheres. Etwas Mächtiges, das über jeder menschlichen Existenz steht. Denn nur, wenn es nicht dem menschlichen Sein unterliegt, mit all seinen Fehlern, Schwächen und auch Stärken, kann es wirklich rein und gut sein. So haben wir uns selber seit Hunderten von Jahren vor ein Problem gestellt, das wir nicht lösen können, aber dennoch bereit sind es als einfachen Glauben zu akzeptieren. Das reine Gute, es kann es nicht geben. Nicht in dieser Welt. Das wissen wir bereits, unser Alltag, andere Menschen lehren es uns Tag aus und Tag ein.

Irgendwann dann, kamen die Geschichten und Sagen dazu. Götter alleine waren so fern, so unerreichbar und wir gaben uns ein Stück Hoffnung wieder zurück. Es begann ganz sicher mit einem Krieger, der die Jungfrau in der Not rettete. Daraus dann wurden Geistergeschichten, Legenden, Mythologie und die allseits beliebten Sagen. Ich selber bin mit den Sagen der Germanen aufgewachsen und habe als Kind schon die Bedeutung menschlicher Krieger gelernt. In der Mythologie werden solche Krieger irgendwann von ihren Göttern belohnt und gesellen sich zu ihnen in den Himmel. Wohl verdient haben sie es sich. Ich empfehle an dieser Stelle einfach mal den moderneren Film „Immortals – Krieg der Götter“, denn er passt gerade sehr gut und ist ebenso einer meiner am liebst gesehenen Streifen.

Was auch kommt, am Ende stehen immer die Götter. Der Mensch ist so sehr von seiner eigenen Schwäche überzeugt, dass er das Gute nur in unerreichbarer Höhe sucht. Im Himmel oder in Wesen, die in der reinen Mythologie entstehen.

Der Superman

Aber wir haben uns etwas weiter entwickelt. Immerhin kamen irgendwann die Helden zu uns. Sicher, wir gaben ihnen übernatürliche Fähigkeiten, denn sonst könnten sie sich auch nicht über die breite Masse erheben. Es muss etwas Anderes sein, das in ihnen steckt, seine Hand auf sie legt und sie sich so über den Durchschnitt erheben lässt. Dabei gucken wir uns gerne an, wie ein Held sich seinen Prüfungen stellt, fällt und sich aufrichtet, immer und immer wieder. Denn er ist immerhin ein Held und so ist es seine Aufgabe niemals aufzugeben. Vielleicht freuen wir uns, vielleicht misgönnen wir oder warten in Schadenfreude auf sein Aufgeben. In Wahrheit aber, da wollen wir seinen Sieg für die Macht der Ideale. Denn irgendwer muss es uns schließlich beweisen, wenn wir es schon selber nicht können. Gerade erst habe ich mit „Man of Steel“ angesehen. Ich persönlich mochte die Figur des Superman noch nie. Denn es ist leicht ein Held zu sein, wenn einem nichts mehr etwas anhaben kann. Im Laufe der Jahre dann, im meinem eigenem Heranwachsen, erschien dann die Serie „Smallville“. Die Entwicklung von Clark Kent zu Superman. Ich habe mir in späteren Jahren dann alle DVDs so besorgt und bin der Reise mit gewachsenem Verstand gefolgt. Denn immerhin sind es nicht die Fähigkeiten, die Größe zeigen, verewigen oder beweisen. Ebenso wenig, wie eine Maske einen Helden ausmacht. Auch Clark musste in seiner Festung lernen. Erst musste er begreifen ein Mensch zu sein, bevor er Schritt für Schritt an seine übermenschlichen Fähigkeiten herangeführt wurde. Wer Mensch sein kann, mit all den Schwächen und Fehlern, erst der kann auch andere Macht tragen und ertragen. „Nur der Schwache kennt die Bedeutung der Stärke“. Das ist aus dem Film Captain America. Und im Grunde sagt er alles aus, was wir begreifen müssen.

Helden werden nicht geboren. Stärke bekommt man durch Schwäche. Und Größe findet am Grund des tiefsten Schlundes seinen Anfang. Helden, unsere Ideale, kommen nicht aus dem Himmel zu uns gefahren, so schön der Gedanke auch ist. Sie erwachsen aus unserer Mitte. So wird aus einem Niemand plötzlich ein Jemand. Und das aus reiner Entscheidung. Wie auch immer Intention ausfallen sollte, die Entscheidung im Inneren, alleine selbst und mit niemandem sonst, definiert ein ganzes Sein und die Existenz eines jeden menschlichen Lebens für sich.

Die Ideale

Ideale sind nichts. Reine Worte, Floskeln, die uns etwas beschreiben, an das es sich zu glauben lohnt. Aber ebenso wie eine höhere Macht, sind auch sie nur in Ferne verewigt. Wer das Gute will, muss gut handeln. Wer Gerechtigkeit will, muss gerecht wirken. Wer an die Wahrheit glaubt, muss bereit sein sie auszusprechen. So funktioniert Glauben. Man betet nicht an, sondern manifestiert ihn durch seine eigene Existenz und verleiht ihm durch Tat und Handlung Form und Leben. Vielleicht brauchen wir ab und zu jemanden Anderen, der uns voraus geht, der uns zeigt wie zu machen, was zu tun und hoffentlich nicht wieder nur aus eigenem Zweck anzuführen um sich eine goldene Nase zu verdienen. Ich finde es persönlich etwas frustrierend, dieses Zug an Menschen immer und immer wieder zu beobachten. Sie folgen und wollen, dass man ihnen genau alles sagt und definiert. Die Richtung reicht nicht, die offene Tür, das Fenster ist nicht genug. Dabei ist das die Bedeutung der Freiheit, der Entscheidung, der Wahl und auch Möglichkeit. Zu tun oder zu lassen. Zu verstehen oder zu ignorieren. Zu wirken oder geschehen zu lassen. Alles definieren und bestimmen wir selber. So sind wir erschaffen, so haben wir uns erschaffen und so tun wir es mit jedem Atemzug aufs Neue.

Es gibt diesmal kein Fazit, denn in Kürze erscheint mein nächstes Buch, was Sie gratis lesen und erleben dürfen. Darin finden Sie Gedanken, Wege, Überlegungen, Kritik und auch Möglichkeiten. Niemals als feste Richtung, aber eben als offene Tür, als Fenster und als neueste Variation unserer modernen Zeit.

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Bruno T. Schelig

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