Regierungsanfragen zu Facebook Daten

Verbrechen machen auch vor sozialen Netzwerken nicht halt und es gibt sicher keine bessere Grundlage für Daten einer Person, als sie simpel aus dem Mix sozialer Netzwerke zu fischen. Facebook sei hier einfach mal federführend genannt. Denn dort ist fast jeder in gemischter Altersklasse zu finden. Ob Angestellter, ob Jurist oder auch momentan Arbeitssuchender. Jeder ist auf Facebook zu finden und gibt weit mehr Daten von sich preis, als manchmal gut sein dürfte. Orte markiert, simpel mit GPS Ortung eingeloggt oder auch von Freunden markiert. Wer aktiv in diesem Netzwerk ist, ist weitaus sichtbarer als er es selber glaubt. Und da Informationen und Daten archiviert werden, ist ein selbst gelöschter Beitrag auf lange Zeit noch rückwirkend aufzufinden. Und eben diese Daten sind auch für polizeiliche Untersuchungen sehr interessant. Die Frage ist, wie viel Informationen werden preis gegeben und darf man sich auf Facebook wirklich sicher fühlen?

Die (ungefährlichen) Daten auf Facebook

Ganz sicher ist nicht alles riskant. Es gibt den simplen Alltag, für den sich außer den Freunden mit Sicherheit keiner interessiert. Außer Sie geben dem oft gemachten Scherz etwas Aufmerksamkeit. Man bedankt sich dafür, dass Sie sich zu Hause einloggen und punktgenau angeben, dass Sie erstens alleine sind und wann Sie das Haus verlassen. Nebenbei noch Fotos von manch wertvollem Objekt in Ihrer Wohnung und Diebe bekommen ganz einfach von Ihnen ein Zeitfenster, wann und wo einzubrechen. Dies mal als erster Gedankengang und auch Warnung für Sie. Man muss nicht Allem gleich die Tür öffnen.

Nebenbei noch als Rat, ist es nicht sehr vorteilhaft für Sie selber, wenn Sie öffentlich während der Arbeitszeit etwas posten, was ihren Job betrifft. Sei es, dass Sie absolut nichts zu tun haben und dem Chef hinter vorgehaltener Hand auslachen oder Sie auch simpel nur über einen Zustand meckern. Auch von höherer Stelle wird vermehrt auf dieses soziale Netzwerk geblickt, da nun mal jeder „Idiot“ etwas posten kann und sich so selber seine Grube gräbt. Der oft zitierte Fall, dass sich jemand krank meldet und schöne Fotos online stellt über Ausflug und Amüsement. Treiben Sie es zu weit, kann es ganz schnell zu einer Kündigung oder auch rechtlichen Konsequenzen kommen. Denn nichts bleibt wo es ist. Und ist es öffentlich, so ist es das auch für Jedermann.

Regierungsanfragen zu Facebook Daten

Facebook hat seinen ersten Bericht zu diesem Thema veröffentlicht. Ich zitiere einmal kurz:

Wir freuen uns unseren ersten globalen Bericht über Regierungsanfragen herauszugeben, der folgende Punkte enthält:

Der Bericht beinhaltet Folgendes:

  • Welche Länder haben von Facebook Informationen über unsere Benutzer angefordert
  • Die Zahl der eingegangenen Anfragen aus jedem dieser Länder
  • Anzahl der Nutzer/Nutzerkonten, die in der Anfrage aufgelistet sind
  • Prozentsatz an Anfragen, bei welchen wir gesetzlich verpflichtet waren wenigstens einen Teil der Daten weiterzugeben

Der Bericht bezieht sich auf die ersten 6 Monate des Jahres 2013 bis zum 30. Juni.

Wie wir in den letzten Wochen deutlich gemacht haben, gibt es bei uns strikte Prozesse für den Umgang mit Regierungsanfragen bezüglich Daten. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Prozess dem Schutz der Daten unserer Nutzer dient und von den staatlichen Behörden die Einhaltung von Rechtsvorschriften bei jeder einzelnen Anfrage bezüglich Nutzerinformationen fordert. Wir prüfen jede Anfrage auch ihre rechtliche Zulässigkeit und ihre Übereinstimmung mit unseren Nutzungsbedingungen sowie mit dem Gesetz. Darüber hinaus fordern wir eine genaue Darlegung der Sachverhalte und Rechtsgrundlagen, auf die die jeweilige Anfrage basiert. Wir fechten viele dieser Anfragen an und weisen sie ab, wenn wir rechtliche Bedenken haben, dies gilt auch für Anfragen, die zu weit gefasst oder zu vage sind. Wenn wir einer Anfrage aus rechtlichen Gründen nachkommen müssen, geben wir oft nur allgemeine Informationen über die Nutzer weiter, wie z. B. den Namen. (Quelle:Facebook)

Dort sieht man wunderhübsch aufgelistet, welches Land welche Informationen angefordert hat und wie viel Prozent dieser Anfragen wie gefordert beantwortet wurden.

Knapp 2000 Anfragen, von denen 37% beantwortet worden. Damit stehen wir weit unter den USA, wen wundert das.

Wir wissen nicht, welche Daten Facebook freigegeben hat und wie brisant die Untersuchungen wirklich waren. Dies könnte man auch nur öffentlich machen, in dem man wieder nur Daten anderer Personen freigibt. Aber gerade dieser Umstand würde mich persönlich interessieren. Waren es hochbrisante Fälle, in denen Justizia nicht weiterkam oder nur bloße Vermutungen und graue Nebelzonen, die versucht wurden mit solchen Daten zu untermauern und zu festigen? Beantworten können wir das nicht. Aber darüber nachdenken sollten wir alle mal. Denn nie ist etwas dort, wo es eben war. Manches wird benutzt und im schlimmsten Fall harmloses gegen einen verwendet, dass man nur erneut widerlegen muss.

Positiv finde ich, dass von der Seite Facebooks aus versucht wird mit Transparenz zu arbeiten. So weit es geht, wird zugänglich gemacht, was herausgegeben wird.

Dies steht unter den FAQ`s von Facebook:

Was sind Regierungsanfragen bezüglich Daten?

Regierungen unterbreiten Facebook und vielen anderen Unternehmen Anfragen nach Kontodaten im Rahmen offizieller Untersuchungen. Die meisten dieser Anfragen beziehen sich auf Kriminalfälle, z. B. Raub oder Kidnapping. Häufig betreffen diese Regierungsanfragen allgemeine Nutzerinformationen, beispielsweise Name und Nutzungsdauer. Andere Anfragen betreffen IP-Adressen-Protokolle oder aktuelle Kontoinhalte. Wir haben für den Umgang mit Regierungsanfragen nach Daten strenge Richtlinien:https://www.facebook.com/safety/groups/law/guidelines/

Werden in diesem Bericht Anfragen im Zusammenhang mit Straftaten, der nationalen Sicherheit oder beidem aufgeführt?

Der Bericht beinhaltet die Anzahl aller Anfragen, die wir von den jeweiligen Regierungen bezüglich Straftaten sowie der nationalen Sicherheit erhalten haben.

Werden diese Berichte ab sofort regelmäßig durch Facebook veröffentlicht?

Ja. Wir beabsichtigen, diese Berichte in der Zukunft regelmäßig zu veröffentlichen.

Nachdem ich Sie hoffentlich etwas zum Nachdenken gebracht habe, habe ich nun noch eine reine Neuigkeit für Sie:

Gemeinsame Fotoalben auf Facebook:

In naher Zukunft, zuerst in Amerika, wird es möglich sein, in einem Album die Bilder mehrerer Nutzer zu sammeln. Bis zu 50 Freunde kann jemand, der so ein Album erstellt einladen, ebenso wie er, Bilder dort hinzuzufügen. So kann man gesammelte Alben erstellen. Von z.B. einer Hochzeit, einem Ausflug, Geburt, Taufe oder was auch immer anfällt. Und ebenso wie alle anderen Alben kann  man die Sichtbarkeit einstellen. Das heißt entweder sehen es nur die 50 Freunde oder aber eben deren Freundes Freunde oder auch alle. Ein nettes Feature, wie ich finde, dass manches Album und gerade die Perspektive vieler Erlebnisse noch etwas verändern könnte. Warten wir es ab. Wer diese Ankündigung auf Facebook sehen will, der folgt diesem Link: Shared Album

Fazit

Das war es für diesmal mit den reinen News zum beliebtesten sozialen Netzwerk. Ich hoffe, ich habe Ihnen mal etwas Anderes zum Denken gegeben.

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