Ohne Limit – Die Pille für Hyperintelligenz

Die Pille für Reichtum und Macht. Nur eine Tablette am Tag und Du wirst ohne Limit. Ein neuer Horizont eröffnet sich Dir und Deine Intelligenz steigert sich in das Unermessliche. Hast Du einmal begonnen, so kannst Du es aber nicht mehr lassen. Was würdest Du tun?

Ohne Limit

Die Idee entstammt einem meiner Lieblingsstreifen, um es so zu bezeichnen. Es ist ein reiner Film und doch steckt auch eine Wahrheit dahinter, die der Idee des Filmes ähnelt. Die Psychologie kennt es bereits. Und bald auch Sie. Ein Aspekt für meine Mythologie als auch Psychologie Spalte. Deswegen das Thema. Genie und Wahnsinn kennen wir bereits, denn das habe ich abgehandelt (Genie und Wahnsinn).Ebenso den Mythos des Pretender (Pretender). Jetzt aber haben wir eine neue Idee, die wir beleuchten dürfen. Folgen Sie mir in die Wahrheit dahinter.

Der Film

Als Erstes einmal bekommen Sie einen Trailer, damit Sie den ersten Eindruck haben.

Das sagt movieskyline zu dem Film (Movieskyline):

Es gibt diese Filme. Die den Zuschauer träumen lassen. Die selbst einem Traum gleichen. Die einen in womöglich utopischen Fantasien schwelgen lassen. Filme, die eine Verwandlung in einem vollbringen. Die den Alltag beeinflussen, indem sie die Grundidee des Streifens so tief in das Gehirn des Zuschauers einpflanzen, dass dieser noch Jahre später besagte Thematik in seinen alltäglichen Sprachgebrauch und sein Handeln integriert. OHNE LIMIT schafft das auf graziöse Weise, mit Hilfe von Mitteln, die sich zwar simpel anhören, aber in den meisten Filmen leider Gottes keinen Platz haben. Eine beeindruckende und interessante Idee, eine wunderschöne, klare Bebilderung und einen modernen Soundtrack, der die Stärke des Filmes ganz gut in seinen Klängen innehält. Das Junge, Frische, Dynamische, dass der Film an sich hat, macht OHNE LIMIT zu einem sehenswerten und unterhaltsamen Streifen für nahezu jede Zielgruppe.

Und dem kann ich mich nur anschließen.

Die Idee dahinter ist ziemlich einfach. Man erhält eine Tablette und von da an kann man die ganze Intelligenz des Gehirnes benutzen. Unbenutztes wird auf einmal aktiviert und der Verstand dominiert die Realität, so dass einfach alles möglich ist. Aber nach einiger Zeit treten Nebenwirkungen auf, denn der menschliche Verstand kann ganz einfach nicht immer auf höchstem Niveau laufen. Das muss unweigerlich zu psychischer Störung führen. Die Wahrheit hinter diesem Film ist, dass es theoretisch möglich ist, aber auf etwas andere Weise, als dargestellt. Und nebenbei, macht einen Intelligenz nicht direkt zum reichsten Mann der Welt. Aber es ebnet wohl den Weg dahin. Widmen wir uns dem Hintergrund dieses Mythoses.

Manie – Hypomanie

Es ist eine psychische Störung, die es dem Verstand, dem Gehirn erlaubt auf Höchsttouren zu laufen. Eine begrenzte Zeit lang, bis es sich dann abstellt, einfach selber herunter fährt, da es zu viel ist. Mensch bleibt eben Mensch und wird nicht zu Maschine.

Hier ein Zitat vom geliebten Wikipedia (wikipedia):

Der Antrieb und die Stimmung sind weit übernormal – mitunter bis ins äußerste Extrem gehoben – am Limit. Übermäßige Beschäftigung mit angenehmen Dingen ist typisch; fanatisch und exzessiv wird ein Teilbereich ausgeübt, während andere, oft wichtigere Dinge, völlig vernachlässigt werden. Häufig geben die Betroffenen mehr und schneller Geld aus als üblich. Mitunter werden von Erkrankten während einer Manie aufgrund ihrer Größenideen sogar massenweise Geschäfte getätigt, die für die Betroffenen und ihre Angehörigen sehr unangenehme Folgen wie hohe Verschuldung haben können. Die Libido ist gesteigert, die Geselligkeit und die Gesprächigkeit ebenso, die Betroffenen können allerdings auch völlig enthemmt werden, die Kontrolle über sich selbst verlieren. Selbst wenn sie dies noch wahrnehmen, verausgaben sie sich völlig, obwohl ihnen bewusst ist, dass dies schädliche Folgen haben kann.

Das Gesamtbild einer Manie unterscheidet sich von Fall zu Fall, oft auch von Episode zu Episode bei einem einzigen Patienten. Man kann zwischen der klassischen Manie (mit einer im Vordergrund stehenden Antriebssteigerung und gehobener Stimmung) und der gereizten Manie (mit zornig-gereizter Stimmung) unterscheiden. Bei extremer Beschleunigung von Denken und Sprechen ist eine verworrene Manie möglich, ein Krankheitsbild, das einem Verwirrtheitszustand, wie er bei hirnorganisch bedingten psychischen Störungen vorkommt, sehr ähnlich sein kann. Eine Manie kann je nach Ausprägung für den Betroffenen und die Angehörigen sehr belastend sein und schwerwiegende soziale Folgen haben. Den von der Manie Betroffenen wird dies erst bewusst, wenn die Manie abgeklungen ist. Es kommt dann nicht selten zu schweren Schamgefühlen.

In der Manie zeigen Patienten oft völlig unangepasstes, distanzloses Verhalten: beispielsweise werden fremde Leute einfach angesprochen und in Gespräche verwickelt, die weit jenseits gesellschaftlicher Konventionen liegen. In Gaststätten werden Lokalrunden ausgegeben, Geld und Wertgegenstände werden an Fremde verschenkt; häufig kommen auch sexuell anzügliche Verhaltensweisen sowie häufige und wahllose sexuelle Kontakte mit fremden Personen vor. Freunde und enge Angehörige, der Ehepartner usw. können den Betroffenen nicht von diesen Verhaltensweisen abhalten, ein Maniker lässt sich kaum oder nicht bremsen oder belehren. Heftige Streitigkeiten mit lautstarken und schweren Beleidigungen gegenüber nahestehenden Personen sind dann meist die Folge. Alle diese Handlungen können völlig persönlichkeitsfremd sein.

An einer Manie Erkrankte haben während der manischen Phase typischerweise keinerlei Krankheitseinsicht; sie kommen sich nicht krank vor, sondern „fühlen sich blendend“. Angehörige oder Experten der Krankheit hingegen vermögen die Krankheit zu erkennen. Wenn die Phase abgeklungen ist, sitzen die Erkrankten vor einem großen Scherbenhaufen und sind voller Schamgefühle wegen ihres Verhaltens. Aufgrund der Selbstüberschätzung kann es auch zu selbstgefährdendem Verhalten bis hin zum Suizid kommen; seltener besteht eine Fremdgefährdung, welche durch die gesteigerte Kraft, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit (etwa gegenüber manchen Beruhigungsmitteln) akuter Maniker noch potenziert werden kann.

Ein anderes Zitat von Seele und Gesundheit.de (Seele und Gesundheit):

Die Manie ist der Gegenpol zur Depression. Während der Depressive auf die Vertretung autonomer Bedürfnisse verzichtet und sich in der Folge ohnmächtig an den Hürden der Realität scheitern sieht, leugnet der Maniker jedes Bedürfnis nach einer Zugehörigkeit, für die sich ein Zugeständnis an andere lohnt. Dem entsprechend fühlt er sich entfesselt, autonom und unbesiegbar.

War er bis dahin gehemmt, ist das Glücksgefühl für ihn beträchtlich. In der Begeisterung für die neu gewonnene Freiheit kann er mitreißend, charmant, wendig und ideenreich sein. Solange er bei guter Laune bleibt, steckt er andere damit an, die ihm ihrerseits Aufmerksamkeit entgegen bringen. Der unerhörte Erfolg der ungebremsten Lebendigkeit verführt den ehemals gehemmten Menschen mehr und mehr dazu, soziale Grenzen und Tabus zu überschreiten, als ginge sein Aufstieg kometengleich in immer neue Weiten. Dann kann es sein, dass er die Mahnungen der Realität vollends überhört und absurde Entscheidungen trifft.

Wie Sie in obigen Ausschnitten sehen können, ist der Verstand des Jeweiligen in der Manie selber in Höchstform hochgefahren. Nach einiger Zeit, wenn es dann zu viel wird, schalten sich Bereiche im Gehirn ab und wie im Film selber, kann es dann zu Gedächtnisverlust kommen. Ebenso geht die Manie mit dem Gegenstück einher, zu meist der Depression. Und siehe da, eine bipolare Störung wurde geboren, sofern es krankhaft bleibt. Die Manie, wie auch die bipolare Störung arbeiten phasenweise.

Ich zitiere mal aus zwei Werken meiner eigenen „Bibliothek“:

(Ich bin sehr Psychologie interessiert, deswegen lese ich mich ab und an in den Verstand der Menschen oder die Psyche und wie sie funktioniert oder auch gerade nicht. 🙂 )

1. Klinische Psychologie, Band 1, von Reiner H.E.Bastine, S.377:

„[…] Affektive Störungen bezeichnen beeinträchtigende Veränderungen der Stimmung oder der Affektivität, die meistens hin in Richtung auf Depression (mit oder ohne begleitende Angst), seltener in Richtung auf eine überhöhte Stimmungslage (Manie) gehen. Der Stimmungswechsel wird meistens von einem veränderten Aktivitätsniveau (Verlangsamung oder Steigerung) begleitet, während alle weiteren Symptome sekundär auftreten.[…]“

2. Diagnostik und Therapie psychischer Störungen, von Wolfgang Gaebel, S. 428-431:

„[…]Entsprechend der Grundstimmung sind manische Patienten in der Regel ausgeprägt psychomotorisch, unruhig, ständig rastlos und einem ungebremsten Bewegungsdrang unterworfen. Dies kann teilweise auch in einer gezielten oder ungezielten Weglauftendenz äußern. Im äußeren Aspekt fallen die Patienten oft durch eine lebhafte Mimik und ein „blühendes Aussehen“ auf.[…]“

„[…]Die Phasendauer von Manien veränderte sich im Laufe des Jahrhunderts, vor 1945 lag sie deutlich höher als heute. In der umfassendsten Studie lag die durchschnittliche Länge bei acht Monaten. Die Daten der letzten Jahrzehnte hingegen zeigen eine Periodendauer von zwei bis drei Monate.[…]“

So weit so gut zu der Manie. Dies zeigt uns nur, dass es hinter dem Mythos, wie so oft, bereits eine Wahrheit in der Psychologie gibt. Die Manie kann sehr wohl die Intelligenz, Konzentration und kombinatorische Gabe für einen Zeitraum erhöhen. Einziges Problem ist der Absturz danach, der ebenso folgen muss.

Die Pille für Hyperintelligenz

Das zeigt uns, dass es eine Pille für Hyperintelligenz in dem Maße, wie im Film dargestellt nicht geben kann. So oder so, folgen Nebenwirkungen und das Gehirn überlastet. Die einzige Möglichkeit wäre, dass man eine Manie durch Psychopharmaka auslösen kann und diese so weit wie möglich aufrecht erhalten muss. Dann erst könnte das Gehirn über begrenzten Zeitraum in Überlast fahren. Natürlich noch die geistige Kontrolle vorausgesetzt. Denn findet eine Reizüberflutung statt, in dem man mehr sieht und alles auffängt, so hemmt sich das Gehirn die Psyche wieder von selbst und schaltet in Bereichen ab. Das Gehirn, unsere Psyche, kann nicht mehr, als es eben kann und wir in einem Leben antrainiert haben.

Fazit

Man kann Intelligenz und die Fähigkeiten des Gehirnes trainieren. Über Jahre hinweg und sich so, seine bestmögliche Hyperintelligenz selber erschaffen. Aber in so extremer Weise, wie im Film dargestellt, ist es nur über einen kurzen Zeitraum möglich. Das zeigt der Film am Rande ebenso, da Nebenwirkungen auftreten, wie Gedächtnisverlust und am Ende nur das reine Sterben. Ich liebe den Film und kann ihn nur weiter empfehlen. Wenn auch gleich mehr Mythologie dahinter steckt, als eben auch reine Wahrheit. Die Idee dahinter ist einmalig, weswegen ich es einfach auch in meinem Blog haben wollte. 🙂

Wir sind nicht ohne Limit geboren und mit begrenzten Möglichkeiten, können wir dennoch Grenzenloses erschaffen.

Lies doch mal