Das Leben

Nur manchmal … aber manchmal auch immer

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Kleine vergängliche Wesen sind wir. Im Innern die leuchtende Seele und das Eine, das Gefühle sich schimpft. Dazu bekommen wir eine Zeit, die nur relativ ist, keinen Weg, kein Ziel und im Grunde auch keine Bestimmung.

Wir sind, was wir sind. Und als Solches besitzen wir einen Geist, der sich niemals mit Grenzen zurecht finden kann. Niemals mit einer Sinnlosigkeit, die einem Zufall unterliegen könnte. Alles muss, alles soll und alles darf einen Sinn haben. So auch wir, die Wesen an der Spitze der Evolution. Wir suchen nach allem. Dem Anfang, dem Ende, dem dazwischen. Denn wie könnte es auch anders sein? Es liegt rein an uns, sich den Rahmen abzustecken. Die Form zu finden, in der wir leben sollen. Manchmal wollen, öfter noch müssen.

Wenn uns keiner sagt, was es zu erreichen gilt. So würden wir im eigentlich nur warten. Warten auf die Anweisung, warten auf den Weg und viel mehr noch auf das Ziel. Da es keiner sagen kann, so bilden wir selber uns die Rahmen. Die Ideale, die Ziele, die Wege. Keiner ist richtig, aber keiner ist falsch. Denn wen keiner alles weiß, so hat im Grunde nie einer Recht oder irrt sich. Ein beschränkter Blick ist keine Grundlage für ein Urteil oder das scharfe Verurteilen, wie es Manchem so leichtfertig auf der Zunge liegt.

Im Umkehrschluss heißt das natürlich optimistisch gesehen, dass alles was wir tun das Richtige ist. Und falsch ist nur das Urteil dessen, dem das nicht passt, was wir nur selber eingeschlagen haben.

Am Anfang, wie auch am Ende, da ist das Nichts. Dazwischen sind wir. Also sind wir im Jetzt, das Einzige, was ist. Was sein wird und was in Zukunft nur bleibt. Eine Verantwortung, eine Aufgabe, die es zu lösen gilt, aber ohne Vorgaben niemals zu lösen ist.

Man könnte sagen, wir sitzen in einer Sackgasse. Der Geist ist frei und soll zu jeder Zeit nur dem eigenen Innern folgen. Nur das, was er für richtig hält. Nur das, womit er alleine leben kann. Nur das, was ihn erste leben lässt. Aber ohne Wissen, ohne den Rahmen aller Möglichkeiten zu kennen, kann auch ein freier Geist nicht wissen, was zu tun. Zu tun zu müssen, zu tun zu wollen. Und in dem er sich wieder nur Wissen aneignet, so berührt er schon die erste Aufgabe, die des Begreifens und Verstehens. Aber ist diese wiederum nur auf andere Wesen gestützt. Auf deren Vorstellungen, auf deren Glauben, auf deren Werten. Und im Verstehen des Wissens, wird man selber sich auch diese wieder aneignen. Dann aber käme der Punkt der unbewussten Steuerung. Wie eine Frage nur immer die andere in Reihe hat. Wie ein Durst nur immer noch von anderem Hunger angetrieben wird. Wie einfache Entscheidungen, einfache Wege, doch nur voraussehbar und wie gelenkt erscheinen. Der freie Geist? Dahin. Denn er ging doch nur den Weg den unendliche davor schon gingen. Und nur der eigene Glaube gibt ihm die Genugtuung, dass er immer und wahrhaft frei war.

Manchmal, da erkennen wir dies. Manchmal, da begreifen wir. Und manchmal, da liegt die Ewigkeit in einer Sekunde in der Hand. In unserem Griff des Schaffens, des Denkens, des Fühlens. Und manchmal, wird daraus dann ein Immer.

Manchmal lieben wir.

Manchmal hassen wir.

Manchmal wagen wir.

Manchmal, da geben wir nur einfach auf.

Manchmal glauben wir.

Manchmal hoffen wir.

Manchmal, da tun wir alles.

Manchmal, da tun wir nichts.

Immer aber, da sind wir einfach nur. Wesen auf einem Weg, den uns so niemand vorgegeben hat. Glauben, hoffen, wagen und verzweifeln. So fängt es an, manchmal da endet es so und manchmal, da tut es das doch nie.

Es gibt alles da Draußen. Im Internet, in Millionen von Büchern. Unendlichen Seelen, die niemals schweigen werden. Denn jeder weiß, jeder hat Recht und niemand der irrt sich in seinem eigenen Rahmen. Wir Menschen, wir erschaffen uns rein selber. Kraft der Gedanken, so kann man fast sagen. Und wie wir dies mit uns tun, so tun wir dies mit der Welt.

Und was auch immer ich Ihnen schreibe, in egal wie vielen Worten, hat genau so viel Wert und Bestand wie das Säuseln des Windes am Fensterrahmen. Es ist mein Glaube manchmal, manchmal auch Wissen, öfter noch … nur These. Ich kann Ihnen alles sagen, alles erklären und doch nur nichts. Denn ich bin nicht sie. Vielleicht, da denken wir noch nicht mal gleich. Meine Ziele sind nicht die Ihren. Meine selbstgewählten Tribute für den Weg des Ideals. Es sind nicht und müssen es auch nie sein, die Ihren. Sehr wahrscheinlich würden Sie mich persönlich noch nicht mal menschlich leiden können. Möglich, absolut. Also warum sollten Sie auch nur eine meiner Zeilen glauben? Für Wahrheit kann ich niemals bürgen. Denn auch ich bin im Fehl meiner Existenz gefangen.

Am Schluss fast, so kann man sagen, da nehme ich alles wieder. Jede Zeile, die ich geschrieben habe. Jeden Text abseits meiner Schriftstellerei und nehme ihm den Gehalt. Denn es war immer nur eine Richtung. Der Inhalt ohne Bedeutung. Nicht das Ende eines Weges. Nur der stille Begleiter. Ein Spalt im Fensterrahmen. Ein Sonnenschein durch das geschlossene Rollo. Es liegt an Ihnen, Ihren Weg nur weiter zu gehen. In welche Richtung auch immer. Denn am Ende, da gibt es selbst das nicht mehr. Nur die Einbildung, der gewollte Glaube, der uns so etwas wie ein Ziel erschafft, das die Erlösung verspricht.

Ich hatte die Intention, als ich vor drei Jahren mit der Bloggerei anfing, so etwas wie mein eigenes Wikipedia zu erschaffen. Einen Blog, eine Seite, die sich rein den Fragen widmete, die keiner beantworten wollte oder konnte. Im Laufe der Zeit wurden dann eine sehr breite Palette daraus, die sich in alle Bereiche streute. Oft, da legten sich mir Steine in den Weg. Manchmal, da überwand ich sie. Manchmal, da ging ich einfach vorbei. Viel öfter, da haderte ich mit mir. Ich glaubte an etwas. An Ziele, etwas Höheres, für das es zu kämpfen galt. Und indem ich es tat, konnte ich nicht fallen. Nicht für immer. Oftmals, da löschte ich die Blogs wieder und fing doch Monate später nur erneut an. Und am Ende, meiner dreijährigen Karriere im Internet, da ist es eine Buchreihe, die unter dem Titel meines Lieblings erscheint. Dem „Crystal In Minds“. Ein großes Ziel, so kann man fast sagen. Am Anfang nie so geplant und doch erreicht. Dies ist mein letzter Blog Artikel, den es so in der Art jemals geben wird.

Es ist ein bisschen Wehmut, die diese Zeilen begleitet. Wie ein Abschied von einer Schreibe, einem Glauben auch.

Damals, da waren es mehrere hundert Artikel auf cyberknowledge.de die unter dem Banner des Crystals standen. Wenige werden es wissen. Wenige, alles gelesen haben.

Das Fazit daraus?

Aus dieser eigenen kleinen Reise?

Es ist, wie ich es schon schrieb … ernüchternd das Nichts.

Vielleicht habe ich damals wirklich dem einen oder anderen geholfen. Die Besucherzahlen ließen dies vermuten. Aber es war doch eher, wie der berüchtigte Tropfen Wasser auf den heißen Stein. Eine Momenthilfe. Nur ein Pflaster für die erste Sekunde.

Die Welt verändern?

Irgendwie, da wollte ich es damals. Und irgendwie, da glaubte ich auch daran. Getan, habe ich es trotzdem nicht. So muss man ganz realistisch ein Fazit ziehen. Drei Jahre der Tipperei, die nur eines bewirkt haben. Meine Schreibe zu verbessern. Der Glaube an die anderen Ziele? Diese Frage sollte man nicht stellen.

Wie es weitergeht, das weiß ich noch nicht. Ich werde die Crystal in Minds Reihe weiter führen. Rein in Buch Form. Meine Saga beenden. Es ist die reine Schriftstellerei, der ich mich nun widme.

Aber einen richtigen Abschied, den hatte mein Crystal In Minds verdient. Nach drei Jahren des Nachts arbeiten, des Denkens, des Suchens, des Schreibens. Da ist es das Mindeste. Auch wenn er nicht mehr so, wie im Anfangsstadium, zu sehen ist oder auf gleicher Domain steht. Und selbst wenn ich eine Buchreihe unter seinem Titel ab jetzt führe, so wird es niemals das Gleiche sein, wie auf dem Blog zu schreiben. Denn er stand für meinen Glauben, meine eigene verquere Denkweise und die ewige Suche, die ich niemals aufgeben wollte. Ein Tod der Zeit, wie es manchmal unsere Welt verlangt.

Manchmal, da glauben wir an etwas. Manchmal, da hoffen wir. Manchmal, da kämpfen wir. Immer aber, da ist es das Manchmal, das uns plagt. In Sekunden des Fortschreitens, in Sekunden des Stehenbleibens und doch nie Verweilens. Ein Manchmal, das unser Immer für die Ewigkeit nur bildet.

Die Welt ist nicht nur anders, als man glaubt,
sie ist sogar anders, wenn man glaubt.
Wolfgang J. Reus
Es spielt keine Rolle, ob das, woran du glaubst, zutrifft.
Entscheidend ist, ob es dir hilft.
Peter Hohl
Glauben heißt: Dinge für wahr halten,
für die es keine Parallele und keinen Beweis gibt
und die jemand verkündet, der über kein Wissen verfügt.
Ambrose Gwinnet Bierce (1842 – 1914)
Und zum Abschluss noch ein kleines Video:

Lies doch mal

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Bruno T. Schelig

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