Genügsamkeit/Achtsamkeit

Ein tolles Wortpaar. Man kann es sehr wohl schon fast als Eigenschaften bezeichnen, wie auch simple Aufgabenstellung, die in Paarung so manch interessantes Ergebnis mit sich bringt.

Genügsamkeit

Wie eine Tugend, so wirkt es fast schon mahnend. Aber, wie Sie bereits wissen, „Nichts muss, alles kann“. Also werde ich Ihnen keine ToDo`s vor den Kopf knallen und Sie einer Liste unterwerfen, die Ihnen das bringen soll, was Sie sich ersehnen. Nein, so läuft es leider nicht.

Dieses Wort ist in meinem Verständnis eng gepaart mit dem Wort Zufriedenheit. Zufrieden sein mit einem Zustand, einem Moment, einer Tatsache. Sicher, es geht immer besser. Es sollte niemals im Zwischenraum eines Weges die Endhaltestelle sein, aber wie wäre es ab und zu mit der Bank an der Seite? Einer Pause? Vielleicht auch Rückblende über alles, was bis dato erreicht wurde? Und auch, wenn der eigene Richtwert immer so hoch angesetzt wird, so ist ein mildes Urteil zwischendurch, genau das, was die Maschinerie Mensch am Laufen hält.

Genügsamkeit genau jetzt, heißt, dass es im Moment ausreicht. Genau jetzt alles so ist, wie es sein sollte. Sicher gibt es Tiefschläge und Stolpersteine. Aber selbst das Fallen auszubremsen, kann „genügen“, ausreichen. Für diesen Abschnitt dieses Weges, kann es das sein, was jetzt genug ist. Von 0 auf 100 kann jeder. Aber das ist Erfolgsgedanke, Leistungsdruck und im Übermaß gegenteiliges Wirken zum Mythos „Glück“.

Achtsamkeit

Oh ja, es passiert sehr viel. in manchen Augenblicken mehr, als wir wahrnehmen können. Tage, Nächte, in denen wir es dann mehr und weniger verarbeiten. Aber darum geht es nicht.

Es geht um bewusste Wahrnehmung in einem Zwischenstopp. Die Pause, in der wir uns voll und ganz einem Eis verschreiben. Einem Stück Kuchen, einem Lied, einem Traum.

Wir fragen uns, was wir empfinden. Versuchen extra mal diesen Moment von jeder Zeit zu befreien. Hören auf uns, unsere Sinne, die auch oft unbewusste Wahrnehmung. und wer weiß, unter Umständen lernen Sie eine ganze Menge über sich?

Glück ist kein Zustand, es ist kein Ziel, kein Produkt einer simplen Gleichung. Es ist das Ergebnis von Vielem, Manchem und ehrlich gesagt, von meist dem Einfachsten.

Vieles muss man nur bewusst sehen, erkennen, wollen und können. Das geschieht alleine durch Übung. Denn zu oft, fast immer, sind es rein die negativen Erinnerungen, die als Mahnung zurück bleiben.

Schreiben Sie sich Ihre Erinnerungen, füllen Sie sie mit Momenten, Zwischenstopps und Haltestellen der bewussten Wahrnehmung. Und ab und an, da erinnern Sie sich einfach im Stress an so einen Moment. Im Geist, da beginnt es. Über den Körper, das Gefühl, dann hinaus in Ihr Leben.

Und öfter, als Sie glauben, obliegt das alles nur Ihnen selber.

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