Es ist egal …

Die Erde ist rund, das wissen wir. Kümmert es uns? So irgendwie, da nicht. Es gab mal eine Zeit, da war sie es nicht und eigentlich doch. Eine Scheibe, die uns Angst einflößte, den Sturz voraussagte. Damals, da war es uns egal und heute, da ist es das noch immer nur. Sorgt es uns deswegen? Dass uns etwas egal ist? Mit Sicherheit nur nicht. Denn es ist egal, ist keine leichtfertige Aussage. Es ist zu oft nur im Nebenher benutzt und doch vom Gedanken her rein alles. „Es ist egal, das es ist, wie es ist, denn ich werde es ändern.“ „Es ist egal, was nicht ist, denn im Grunde da brauche ich es nicht.“ Ein Schulterzucken bezeugt mehr Weisheit als tausende an Worten.

Es ist egal …

So irgendwie, da gefällt uns der Slogan nicht. Wir benutzten ihn im Innern, schon unbewusst und eigentlich richtig. Aber ist die willentliche Entscheidung zum „Egal-Sein“, nicht erst wirklich der Schritt, den wir für den freien Geist gehen müssen?

Es ist egal, ob Ihr mich leiden könnt, oder nicht.

Es ist egal, ob ich der Böse oder der Gute bin.

Es ist egal, ob die Welt noch dieses Jahr untergehen wird. Genug Zeit, die mir bleibt um das zu tun, warum ich hier bin.

Es ist egal, ob die Menschen nun mal lieben, oder nicht. Tue ich es, so spielt das Andere keine Rolle.

Es ist egal, ob man mich für verrückt hält. Denn meine Wahrheit muss nur ich verstehen.

Es ist egal, ob ich einen Weg gehe, den keiner mit mir gehen will. Denn es ist der Meine an Weg nur und für mich ist er da.

Es ist egal, ob ich mich irre. Oft oder auch selten. Denn das Irren, der Fehler alleine, der bringt mich weiter.

Es ist egal, ob ich ein Ego zum Platzen besitze. Denn Narzissmus ist Voraussetzung für den Erfolg. In dieser, unserer Leistungsgesellschaft, ganz sicher.

Es ist egal, ob ich mich nicht traue und überrannt werde. Denn nur ich gehe mit meiner Geschwindigkeit. Übend lerne ich das gehen, gehend das Springen, springend das Fliegen.

Es ist egal, ob ich ein Träumer bin. Denn ich weiß alleine um die Macht der Gedanken und wie ich Realität erschaffe.

Es ist egal, ob ich harter Realist bin, denn reichen meine Formeln, um alles zu erklären, wieso brauche ich alleine da mehr?

Es ist egal, ob ich in Thesen und rebellischem Geist die Welt verändern will, denn ich alleine lebe sie bereits im Tun.

Es ist egal, ob ich die Welt nehme wie sie ist und akzeptiere, was ich nicht ändern kann oder will. Denn ich alleine entscheide, wofür zu kämpfen, zu leben oder zu lassen.

Es ist nicht egal

Wir leben in einer Zeit, wo uns jeder zu sagen hat, was wir zu tun haben. Es geschieht im guten Geist, in wahrer Absicht. Und wir urteilen ganz sicher nicht über die Meinungen Anderer. Wir müssen wahrlich Gesetze lieben. Die engen Maschen des Käfigs, da wir uns sie in Freiheit nur selber erschaffen. In Freiheit, in Freizeit, im Glauben und was auch immer wir leben. Wir haben unsere tausenden Bücher, die uns die Vordenker gegeben haben. Sie wussten es, und wir tun es. Alles Andere, das wäre Denken. Und das erscheint giftig, nicht wahr? Denn wenn uns keiner sagt, was zu tun, wie zu denken, woran zu glauben, … ja was dann?

Wir müssen entscheiden. Wir müssen selber suchend überlegen. Und ich weiß, das das zu Vielen einfach nicht gefällt.

Tja, und dann komme ich daher und sage Ihnen: „Es ist egal.“

Warum nur?

Warum tue ich dies?

Weil ich weiß, dass das Leben voll an Zweigen und Wegen ist, die uns streifen und umlenken wollen. Wegweiser an Millionen, die uns zeigen, was und wann zu tun. Nachdenken, das brauchen wir nicht.

Aber was wäre, wenn Sie bei der nächsten Entscheidung, die Sie zu treffen haben, einfach sagten: „es ist egal“ ?

Ich verspreche Ihnen, dass eine Ruhe einkehrt, die Sie wahrhaft nachdenken lässt. Über die Vorteile, die Nachteile. Und im Zuge dessen, erkennen Sie, was Sie im Grunde gewillt gewesen wären, genau jetzt zu entscheiden. In dem Moment, wo Sie sich etwas unterworfen haben, was sich unbewusst manifestiert hat. Fremdlenkung, die Sie selber nur erschaffen haben. Vorgelebtes, Erziehung, Vorgaben und Glauben. Egal, was es ist. In den chemischen Funken Ihres an Gehirnes, da arbeitet es unentwegt. Und meistens, da sind Sie sich dessen nicht bewusst. Aber nehmen Sie sich den Zwang der sofortigen Entscheidung und zwar willentlich, so übernehmen Sie selber das Steuer und können rapide die Richtung wechseln. Von jetzt auf gleich. Nur so, wie Sie selber es wollen und für Ihren eigenen Weg sollten.

Es ist egal, was ein Jeder über Sie denken mag. Denn Sie sind niemals und nie, die Anderen. Und werden es auch nie Sein. Werden Sie ein Ich, als dass Sie geboren wurden. Sie haben es als Kind bereits geschafft. In der Mutter Kind Beziehung, da konnten Sie ein eigenes Ego bilden. Nun wird nichts anderes von Ihnen verlangt. Damals, da taten Sie es unbewusst. Mussten erkennen, dass ihre Mutter von Ihrem Selbst gelöst ist. Kein Teil Ihres Ichs, ein Teil, der Liebe schenken kann, als auch Enttäuschung. Sie haben diesen Weg in Freiheit in Bildung des Ichs bereits als Kleinkind geschafft.

Weil niemand Ihnen sagte, was zu tun. Wann zu handeln und was an Schmerzen auch auf Sie zu kommen würde.

Nun aber, da sind Sie erwachsen. Sie besitzen Wissen, Stärke und Intelligenz. Aber jetzt, da können Sie das nicht? Das, was Sie bereits als Kleinkind konnten? Die eine Entscheidung, „Ich“ zu sein?

Weil Sie hören auf das was Andere sagen. Weil Sie tun, was Andere verlangen. Weil Sie gefallen wollen, aufsteigen und auch in der Egoliebe verdienen. Aber es gibt einen Anderen Weg, dessen Spur Sie jetzt kennen.

Ihr Leben, … Ihre Entscheidung.

Es ist egal, wann Sie es tun und was Sie tun. Nur ist es niemals egal, was Ihnen etwas bedeutet. Und treten Sie dafür nicht ein, dann tun Sie schon wieder etwas, was nicht das „Ich“ ist. In der Wiege, in das Kleinkindalter zurückgesetzt. Provokant oder eine Wahrheit?

Mir ist es egal, was Sie denken, was Sie von mir halten, ob Sie mich lieben oder hassen. Ich tue, was ich mir als Ziel und Ideale vorgegeben habe. Und vielleicht, da darf ich Sie inspirieren? Und Sei es nur zu einem einzigen Gedanken. Dann habe ich bereits etwas geschafft, was mir nicht egal ist. Aber das ist ihnen egal, nicht wahr?

Ich liebe Paradoxe Formulierungen, denn alleine Sie geben uns Gedanken. Lösen Sie auf und erkennen Sie, was Sie wissen wollen. Denn mehr, da gibt es nicht, weil es einfach egal ist.

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