Emo Existenz im Schatten

Jedem sind sie schon begegnet, sei es im Internet, in Videos, Musik oder auch im “realen” Leben.

Viele begegnen ihnen mit Misstrauen, Ablehnung, gehen auf Abstand oder versuchen einach zu vermeiden, auf irgendeine Weise mit Ihnen in Berührung zu kommen. Sei es auf gesellschaftlicher Ebene, Gespräche, Austausch.

Andere finden es cool und eifern einfach nur nach, während andere das andere Extrem suchen und verspotten, sich lustig machen, drüber lachen und/oder mit Agressionen reagieren.

Wie auch immer. Alles was auffällt, aus dem Rahmen fällt, wird mit Vorsicht genossen, eher auf Abstand, bevor man sich infiziert. (Keine Angst, nur ein Ironie.)

 

Ich hoffe, Sie sind nicht einer dieser Menschen, die sich vorschnell ein Urteil bilden. Sie sind ja hier, das ist schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung. Entweder durch Zufall, oder aber durch google, dass Sie auf Ihrer Suche hierhin verwiesen hat. Sollten Sie selber Emo sein, so würde ich mich über rege Kommentarnutzung freuen. Schließlich könnt nur Ihr mich auf mögliche Fehler hinweisen. aber auch jeder Andere ist gerne eingeladen, eine Diskussion vom Zaun zu brechen. Seis drum.

Hier erstmal zur Einstimmung:

Hot Emo – MyVideo

Was begegnet einem auf der Suche, im Vorbeifliegen, welches Bild manifestiert sich im ahnungslosen Surfer?

Einfach ausgedrückt:

Eine Gruppe voller Menschen, die sich auffallend anziehen, extreme Frisuren hervorzaubern und ihre Existenz danach definieren, dass sie keinen Sinn hat und das Warten auf das Ende die einzige Lösung ist. Dies ist oft noch von Selbstverletzung begleitet, Selbstmordgedanken und auch Versuchen.

Ich weiss, das hat schon eine gewisse Ähnlichkeit zu den Symptomen von Borderline. Klar abgrenzen lässt es sich auch gar nicht, denke ich. Wir nehmen natürlich dabei an, dass es nicht aus einer Mode heraus geschieht, einer Phase der jugendlichen Entwicklung. Jeder Mensch muss dadurch, die Suche nach dem

eigenen Sinn, das Erkennen der Unbedeutung im Rahmen der ganzen Existenz, dessen, was sein wird und auch schon war. In solch eine Phase dann hereinzurutschen liegt sehr nahe, sei es Gothik oder Emo. Es ist beides gleichermaßen ein Auffangbecken für solche Momente, Lebensabschnitte. Aber diese wird auch nach ziemlich kurzer Zeit überwunden, manchmal dauert es noch nicht mal ein Jahr. Es ist ein Schritt zur Definition der eigenen Persönlichkeit, die Jugendliche durchlaufen müssen. Alles ausprobieren um sich selber zu finden, sich definieren zu können. Der letzte Schritt ist dann die vollkommene Ablösung vom Elternhaus, die Richtung selber einzuschlagen, die man für sein Leben will. Aber das nur als kleine Info am Rande.

Woher kommt dieses Emo überhaupt? Einfach gesagt könnte man es auf den Begriff Emotional zurückführen. Er hat doch das Meiste damit zu tun. Genug der Spielereien. Zu den Infos.

Zitat von Wikipedia:

Emo (Emotional Hardcore; engl. [?i?mo?], dt. auch [?e?mo]) bezeichnet ursprünglich ein Subgenre des Hardcore-Punk, auch Emocore genannt, das sich durch das stärkere Betonen von Gefühlen wie Verzweiflung und Trauer sowie durch die Beschäftigung mit gesellschaftlichen, politischen und zwischenmenschlichen Themen auszeichnet.

Ungefähr seit dem Jahr 2000 wird mit Emo auch ein jugendkulturelles Modephänomen bezeichnet, das mit dem gleichnamigen Musikstil nur mittelbar in Verbindung steht.

Und weiter:

Gegen Ende der neunziger Jahre entstand im Emotional-Hardcore-Bereich ein Modestil, der als „Spock-Rock“ bezeichnet wurde und wird. Er wurde von Justin Pearson, dem Sänger der damals aktiven Swing Kids, geprägt. Charakteristisch dafür waren gerade geschnittene, ungescheitelte Haare (Pony), ähnlich dem Vulkanier Spock aus der Serie Star Trek. Das Schwarzfärben der Haare trat zum ersten Mal vermehrt auf. Heute wird der Scheitel meist asymmetrisch getragen (oft ein Auge verdeckend), einzelne Strähnen sind gelegentlich hell gefärbt. Modisch wies die Spock-Rock-Szene nur wenige Besonderheiten auf, häufig getragen wurden Hochwasserhosen und schwarze, enge T-Shirts.

Emo, im heutigen Verständnis als Modeerscheinung, greift verschiedene Elemente der früheren Generationen auf und vermischt sie mit Elementen der Gothic-Mode und Anleihen des Pop-Punk. Charakteristisch sind: ein schwarz (vereinzelt auch platinblond) gefärbter, meist gescheitelter Pony, Röhrenjeans, enge T-Shirts, Arm- oder Schweißbänder, Buttons, Sportschuhe, dunkel geschminkte Augen (bei beiden Geschlechtern) sowie Nietengürtel. Essentiell für die heutige Emo-Mode ist dabei nicht nur das Vorhandensein der oben genannten Dinge, sondern auch Farbe, Marke und Muster. Schwarz nimmt in der heutigen Szene eine besondere Stellung ein und wird vermehrt getragen, oft wird sie mit rot oder pink gemischt, sowohl bei der Kleidung als auch bei der Haarfarbe. Die dominanten Schuhmarken sind Converse und Vans, von welchen vermehrt die Typen Chucks und Slip-On getragen werden. Schuhe sowie Accessoires (beispielsweise Schweiß-, Armbänder, Ketten etc.) weisen oft ein Karomuster auf. Charakteristisch ist unter anderem die Mischung von Dingen, die im allgemeinen Verständnis als „süß“ gelten, wie etwa Hello-Kitty-Accessoires, mit düsteren Symbolen, etwa Totenköpfen und Skeletten. Der Szene wird, wie früher der Schwarzen Szene, ein Hang zur Autoaggression (umgangssprachlich als „Ritzen“ oder „Schnibbeln“ bezeichnet) und zur Suizidalität nachgesagt. Diese umstrittene Ansicht wird häufig auch von den Medien verbreitet.

Nun, da sind wir doch schon was schlauer.

Als Beispiel:

EMOs sehen das natürlich etwas anders.

Hier ein Zitat von EmoVideos.de:

Nicht nur RTL meint über Emos berichten zu müssen (RTL-Emo-Video), sondern auch Pro7 versucht in einem Beitrag von taff darüber zu berichten. Natürlich wird das wieder voll so dargestellt, als wenn Emos alle krank sind und so. „Ritzer leiden an einer Persönlichkeitsstörung“ und „kein normaler Mensch würde sich ritzen“ … und da Pro7 ja Ritzen unweigerlich mit Emo gleichsetzt, könnten die ja direkt sagen, was die meinen: Emos sind voll krank. Voll die Vorurteile.

Um das Video ging es:

Nun, was soll man dazu sagen? Ich bin kein Emo, aber so eben mal einfach das Ritzen mit einer Persönlichkeitsstörung gleichzusetzen und dazu noch einen Zusammenhang zum Emo zu ziehen, na ja , etwas sehr sehr neben der Spur und frei zusammengewürfelt, nach meiner Meinung.

Man mag drüber meckern, wie wer weiss was, den Zeigefinger heben und anprangern, aber das ist doch alles andere als glaubwürdig, wenn man bedenkt, wie gerade die Wirtschaft diesen Bereich vermarktet. Verdient wird dort sehr kräftig und das auf jede erdenkliche Weise. Kleidung, Anhänger, Mode…………..

By the way:

Visit Emo chat

Hier noch ein Tool, was mir untergekommen ist:

Pocket Emo, wie es so schön betitelt ist.
Meine persönliche Meinung dazu? Mir ist es egal, wie ein Mensch lebt, so lange er es damit kann. Jedem das Seine, wie es so schön heisst.
Und nebenbei bemerkt:
Den weiblichen Style finde ich so crazy, dass man ihn auf seine Weise als sexy bezeichnen kann. Und mir sind solche Frauen lieber, als aufgetakelte Blondinen, denen die Dollarscheine in den Augen stehen und der Blick in die Brieftasche eines Mannes von Geburt an zu eigen ist. Nur als Beispiel.
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