Ein Stück an Lehrhaftigkeit

Das Leben spielt uns Streiche. Mal so, mal anders. Mal wir selber rein uns, bewusst, als auch nur unbewusst. Ein Andres Mal, da sind es wiederum nur Andere. Intentionen sind auf immer belanglos, denn was übel begonnen, kann sich immer auch zum Guten wenden. Was gut begonnen, kann einen eigenen Teufelsschlund sich bilden. So dreht sich alles um sich selber und manchesmal der Blick durch eigens verdrehte Brille. Die Entscheidung am Ende, die Lehre am Schluss, ist ein kleinster an Schlüssel, der das Tor eigener Möglichkeiten öffnet. So lernen wir und lernen wir. Im Schlaf und seinem Traum oder Schauspiel der Bühne, das sich da Leben nennt. Es ist nicht so, als könnten wir entscheiden, welche Prüfung man uns offenbart oder auferlegt. Und unbewusst, da tun wir es doch. Ebenso auch immer nur wieder.Die Frau, von der man die Finger lassen sollte. Dinge, die wir geschehen lassen oder eben auch nicht, obwohl wir wissen, dass wir an Umständen und Begebenheiten so nicht immer etwas ändern können. So nehmen wir uns freiwillig die Last der unlösbaren Formel, die die zu viele Variablen enthält. Wie könnte es anders sein, denn auch als Kinder bereits haben wir uns zu immer erst die Finger verbrennen müssen, bevor wir die Macht und auch Gefahr des Feuers begriffen oder wenigstens schon erahnen konnten.

Am Ende, da lernen wir aus allem. Und was uns erst an den Grund so mancher Verzweiflung bringt, nur das hat auch das riesen Potential uns unsere eigene Stärke zu offenbaren, selber erst so richtig zu zeigen. So erzähle ich meinem Leser, was er im Grunde schon weiß. Forme Wort um Wort und Zeile um Zeile. Denn als Schreiberling, Blogger und irgendwann auch reiner Schriftsteller, ich hege ja noch immer die Hoffnung, ist dies nun mal mein fast perfektioniertes Handwerk.

Ich könnte so Einiges aus dem Nähkästchen erzählen, von meinen privaten Erfahrungen. Aber so bin ich leider nicht. Ich nehme die Erfahrungen, das Wissen und vielleicht auch einen Teil an neuerem Ich und benutze dies für die Zukunft. Für Ihre als auch meine. Denn wie meine Worte eine Botschaft formen, so bilden sie auch den Fluss einer Zeit. Es geht vorwärts und vorwärts und sonst nur niemals zurück. Bleiben wir stehen, so tut es die Zeit so nicht, aber die Lehre, die uns unser Leben schreibt. Wir sind manchmal verrückt, ich da etwas mehr als der Durchschnitt. Ist auf seine eigene Weise so auch Voraussetzung für die verdrehten Spinnereien und Windungen, die ein Schriftsteller Geist so mit sich bringt. Manchmal sind wir rein, manchmal ein Teufel oder was auch immer unser Moment gerade verlangt. Die Kunst dabei ist, sich nicht in dem Bild anderer zu verlieren. Denn wir tragen Maske, wir spielen Theater und wir haben unsere Rollen, den Aufgaben angepasst. So läuft es. Und auch wenn ein Andrer versucht nur Eines in Ihnen meinem Leser zu sehen, so vergessen Sie nicht, was Sie im Innern sind. Nur das, was Sie rein wollen und mehr nicht. Einflüsse und erschaffene Realitäten oder welche Form einer Wirklichkeit auch immer, sind nicht mehr als Steine im Fluss des eigenen Innern. Wir durchstreifen sie, lassen uns stoppen, behindern oder zum überwinden bringen. Aber am Ende, bleibt unser eigenes Wasser im Grunde immer gleich. Und was auch andere in uns sehen, von uns halten oder wollen was wir werden, nicht wichtige Spielerei an fremder Aufmerksamkeit. So nenne ich es einfach.

Ich widme mich wieder meinen „anderen Realitäten“, die im nebenher so spielen. Mal Job, mal Schriftstellerei oder was auch immer sonst so an Aufgabe darum fliegt, derer ich mich bemächtigen muss. Nennen Sie den Artikel einen Sonntagsgruß, eine Lehre meines ersten Monates diesen Jahres oder einfach eine Schreiberei an reiner Muße.

Lies doch mal