Die Welt und ihre Bilder

Wir können von der Welt an für sich so nicht sprechen, denn sie alleine ist nichts als ein kreiselnder Planet. Gerade das nur, nun mal objektiv betrachtet, ist an für sich irrelevant. Widmen wir uns diesmal dem Subjektiven zu, wenn auch gleich die Worte nur immer malen und kreiseln und dennoch manchmal, ganz selten, in das Innere vorzustoßen vermögen. Wir sehen, wir betrachten und wir nehmen auf. Worte, Sätze, Eindrücke, je nach Sensibilität nun eben auch Gefühle. Das alles bildet und malt nur wieder Eines, nämlich ein Bild. Dessen was ist, dessen was möglich wäre, manchmal auch die Spuren einer Vergangenheit, die wir dann Erinnerung schimpfen können. Das alles ist kein Problem und wird von alleine auch nie eines werden. Sicher nicht, denn wir gehen am Anfang und zuallererst auch immer von einer so präsentierten Wahrheit aus. Masken tragen wir alle und so verstecken und beschützen wir auf immer auch nur das eigene Innere. Wollen wir das Versteck Spiel der eigenen Wahrheit also nicht direkt eine Lüge oder auch ein Spiel schimpfen. Denn wer will schon urteilen oder sogar auch das ver dazu packen??

So formen die Eindrücke ein Spiegelbild. Das Außen spiegelt sich in unserem Innern wieder und passt automatisiert das Selbst ein Stück weit an. Wittern wir Gefahr, gehen wir in die Abwehr. Fühlen wir uns sicher, präsentiert sich die Entspannung. Beginnt der Stress, bereiten sich die Hormone und auch Gehirnströme auf eigene Weise darauf vor, sich den Anforderungen an zu passen. Alles automatisiert und von alleine. Im Unterbewußten, im Innern, mancher nennt es das Selbst. Genau so nur, werden wir zum Spiegel der Welt und eben auch ihrer Bilder. Was wir sehen, streift nicht nur vorbei, wenn es auch nur am Rande eine Bedeutung erlangen könnte. Hat es die, hatte es die einmal oder könnte es sie auch nur haben, die Wünsche und Träume, Hoffnungen und Ziele, so verformt sich unser Bild. Wir sind, was wir waren, werden aber was wir sehen, uns begegnet, wir aufnehmen. Tja, ganz befreien kann man sich leider nie. Nur versuchen, den Spiegel etwas matter zu halten, damit wir nicht ganz zum Spiegel, zum Abbild eines Umfeldes werden. Denn ehe man sich versieht, lebt man die Wünsche eben anderer oder tut nur noch, was für Andere eben besser wäre. Sicher christlich, sicher sozial, aber auch das Ego und den Narzissmus besitzen wir nicht ohne Grund. So erkennen wir ein System, das sich selber auf alles vorbereitet hat. Im Innern, im Außen und dann im Spiegel wieder gleich. Die Kunst der Entscheidung, die Wahl, die sich Freiheit schimpft, nun manchmal können wir sie nicht erkennen, nicht sehen oder erblicken. Wir erkennen nur die Bilder fremder Spiegel, eines Kreises, der sich Welt nun mal schimpft.

Sicher spreche ich keinem Bild die Bedeutung ab. Ich persönlich habe so manches Bild in meinem Innern verewigt, ob ich es nun mal will oder nicht. Wir sind nun mal keine Computer, auch wenn das schöner und leichter wäre. Und so eine Entfernen Taste, nun die suche auch ich persönlich ab und zu. Also müssen wir damit leben, dass Einflüsse uns lenken, uns formen und leider manchmal auch fremd steuern. So lange man es erkennt, kann man noch immer an einen Hauch von Freiheit glauben, auch wenn unser System des eigenen Innern, uns diese nun mal nicht immer lässt.

Fazit

Was bleibt, das sind die Augenblicke eben jener Bilder. Die Sekunde einer Empfindung, eine Hoffnung, manchmal ein Traum. Sofern wir dieses nicht verlieren, haben wir im Grunde alles, was wir nur brauchen. Einen Glauben an Etwas, egal, was es nun mal ist. Und dafür, gerade für Visionen und Zukunftsträume, nun mal brauchen wir auch weiter diese Bilder. Wir bleiben Spiegel, wir selber sind nur Bilder, dessen, was wir zu verwirklichen uns trauen. Lange Rede kurzer Sinn, wenn Sie können, dann malen Sie weiter, alleine an sich. Das Außen zeichnet so oder so, die Aufgabe und Last, die Witterung und das Alter, auf Sie und alles, was die Macht zu ertragen hat.

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