Auszug aus der Völuspá – Edda – Ragnarök – Götterdämmerung

Der Weltuntergang, die Neuerstehung unserer Zeit wurde ebenso schon in Seherliedern in lang zurückliegender Vergangenheit prophezeit. Es ist interessant den Strophen zu folgen, den Mythen Querverweise zu zu schieben. Deswegen im Folgenden die Auszüge, die sich mit dem „wichtigen“ Ereignis beschäftigen.

Völuspá – Edda

Die Völuspá (isl.), altnord. Vǫluspá – „Weissagung der Seherin“ (völva = Seherin + spá = Prophezeiung) – ist das erste der 16 Götterlieder des „Königsbuchs“ Codex Regius mit 63 Strophen (Edda). Eine leicht abweichende Version mit 57 Strophen findet sich in der Hauksbók.
Die Völuspá gilt als das bedeutendste Gedicht des nordischen Mittelalters. Die normalisierte Form (Abgleich zwischen Codex Regius und Hauksbók) besteht aus 66 Strophen. Diese Strophen bestehen aus Stabreimversen (Fornyrðislag).(wikipedia)
[…]Die Worte sind einer Seherin in den Mund gelegt, die von der Entstehung und dem Ende der Welt berichten , bis zum Weltuntergang (die Ragnarök) und der damit verbundenen Neuentstehung, wobei der Schwerpunkt auf dem Zukünftigen, dem Weltende liegt. Der unbekannte Dichter der Völuspá greift hier auf alte nordische Mythen zurück, die allgemein als bekannt vorausgesetzt werden, so dass vieles nur kurz angerissen wird.
Die Völuspá unterscheidet sich von den meisten Götterliedern der Edda, weil es sich hierbei nicht um eine bloße Aufzählung verschiedener religiöser Elemente handelt, sondern um einen einigermaßen zusammenhängenden Ablauf von Handlungen von Anfang bis Ende.
Die Basis der heutigen Versionen ist die reorganisierte Form des norwegischen Philologen Sophus Bugge (1833–1907). Bei der Interpretation von Bugge begann das Lied mit einer Vorstellung der Völva.
Die Seherin erzählt hier zunächst von der Schöpfung, vom Anfang der Zeit in der mythischen Leere Ginnungagap, von dem Entstehen der Welt und davon, wie es den Göttern gelang, Ordnung in das Universum zu bringen.
Nach einem kleinen Abstecher, bei dem die Seherin von der Schöpfung der Zwerge berichtet, berichtet sie weiter, wie die ersten Menschen geschaffen wurden, und von den Nornen, dem personifizierten Schicksal, die sich an einer der Wurzeln des Weltbaumes, der Esche Yggdrasil befinden.
Danach folgt eine Beschreibung des ersten Krieges in der Welt, bei dem sich die beiden Götterfamilien, die Asen und Vanen, wegen des Mordes an der mystischen Gullveig in die Haare gerieten.[…]

Der Seherin zufolge wird sich jedoch eine neue Welt aus den Wellen erheben, auf der Baldr und sein Töter, Höðr, herrschen werden. Ein neues Goldenes Zeitalter für Götter und Menschen beginnt.(wikipedia)

Ragnarök

Die Neuerstehung aus dem Untergang?

Das passt sich ja wunderbar in unsere Zeit ein. Meine Saga streift diese Mythologie ein bisschen mehr als nur am Rande. Deswegen musste ich den kleinen Hintergrund wenigstens anbringen. Der Berserker, Odin, Walküren, die Krähen, der mächtige Speer. All das hat sich fast automatisiert eingepasst und ergeben.

Völuspâ – Der Seherin Ausspruch

(aus der Edda, Götterlieder)

1. Völuspâ.

Der Seherin Ausspruch

1

Allen Edeln   gebiet ich Andacht,
Hohen und Niedern   von Heimdalls Geschlecht;
Ich will Walvaters   Wirken künden,
Die ältesten Sagen,   der ich mich entsinne.

2

Riesen acht ich   die Urgebornen,
Die mich vor Zeiten   erzogen haben.
Neun Welten kenn ich,   neun Äste weiß ich
An dem starken Stamm  im Staub der Erde.

3

Einst war das Alter,   da Ymir lebte:
Da war nicht Sand nicht See,   nicht salzge Wellen,
Nicht Erde fand sich   noch Überhimmel,
Gähnender Abgrund   und Gras nirgend.

4

Bis Börs Söhne   die Bälle erhuben,
Sie die das mächtige   Midgard schufen.
Die Sonne von Süden   schien auf die Felsen
Und dem Grund entgrünte   grüner Lauch.

5

Die Sonne von Süden,   des Mondes Gesellin,
Hielt mit der rechten Hand   die Himmelrosse.
Sonne wuste nicht   wo sie Sitz hätte,
Mond wuste nicht   was er Macht hätte,
Die Sterne wusten nicht   wo sie Stätte hatten.

6

Da14 gingen die Berather   zu den Richterstühlen,
Hochheilge Götter   hielten Rath.
Der Nacht und dem Neumond   gaben sie Namen,
Hießen Morgen   und Mitte des Tags,
Under und Abend,   die Zeiten zu ordnen.

7

Die Asen einten sich   auf dem Idafelde,
Hof und Heiligtum   hoch sich zu wölben.
(Übten die Kräfte   Alles versuchend,)
Erbauten Essen   und schmiedeten Erz,
Schufen Zangen   und schön Gezäh.

8

Sie warfen im Hofe   heiter mit Würfeln
Und darbten goldener   Dinge noch nicht.
Bis drei der Thursen-   töchter kamen
Reich an Macht,   aus Riesenheim.

9

Da gingen die Berather   zu den Richterstühlen,
Hochheilge Götter   hielten Rath,
Wer schaffen sollte   der Zwerge Geschlecht
Aus Brimirs Blut   und blauen Gliedern.

10

Da ward Modsognir   der mächtigste
Dieser Zwerge   und Durin nach ihm.
Noch manche machten sie   menschengleich
Der Zwerge von Erde,   wie Durin angab.

11

Nyi und Nidi,   Nordri und Sudri,
Austri und Westri,   Althiofr, Dwalin,
Nar und Nain,   Nipingr, Dain,
Bifur, Bafur,   Bömbur, Nori;
Ann und Anarr,   Ai, Miödwitnir.

12

Weigr, Gandalfr,   Windalfr, Thrain,
Theckr und Thorin,   Thror, Witr und Litr,
Nar und Nyradr;   nun sind diese Zwerge,
Regin und Raswidr,   richtig aufgezählt.

13

Fili, Kili,   Fundin, Nali,
Hepti, Wili,   Hannar und Swior,
Billingr, Bruni,   Bildr, Buri,
Frar, Hornbori,   Frägr und Loni,
Aurwangr, Jari,   Eikinskjaldi.

14

Zeit ists, die Zwerge   von Dwalins Zunft
Den Leuten zu leiten   bis Lofar hinauf,
Die aus Gestein   und Klüften strebten
Von Aurwangs Tiefen   zum Erdenfeld.

15

Da war Draupnir   und Dolgthrasir,
Har, Haugspori,   Hläwangr, Gloi,
Skirwir, Wirwir,   Skafidr, Ai,
Alfr und Yngwi,   Eikinskjaldi.

16

Fialar und Frosti,   Finnar und Ginnar,
Heri, Höggstari,   Hliodolfr, Moin.
So lange Menschen   leben auf Erden,
Wird zu Lofar hinauf   ihr Geschlecht geleitet.

17

Gingen da9 dreie   aus dieser Versammlung,
Mächtige, milde   Asen zumal,
Fanden am Ufer   unmächtig
Ask und Embla   und ohne Bestimmung.

18

Besaßen nicht Seele,   und Sinn noch nicht,
Nicht Blut noch Bewegung,   noch blühende Farbe.
Seele gab Odhin,   Hönir gab Sinn,
Blut gab Lodur   und blühende Farbe.

19

Eine Esche weiß ich,   heißt Yggdrasil,
Den hohen Baum netzt   weißer Nebel;
Davon kommt der Thau,   der in die Thäler fällt.
Immergrün steht er   über Urds Brunnen.

20

Davon15 kommen Frauen,   vielwißende,
Drei aus dem See   dort unterm Wipfel.

Urd heißt die eine,   die andre Werdandi:
Sie schnitten Stäbe;   Skuld hieß die dritte.
Sie legten Looße,   das Leben bestimmten sie
Den Geschlechtern der Menschen,   das Schicksal verkündend.

21

Allein saß sie außen,   da der Alte kam,
Der grübelnde Ase,   und ihr ins Auge sah.
Warum fragt ihr mich?   was erforscht ihr mich?
Alles weiß ich, Odhin,   wo du dein Auge bargst:

22

In der vielbekannten   Quelle Mimirs.
Meth trinkt Mimir   allmorgentlich
Aus Walvaters Pfand!   wißt ihr was das bedeutet?15

23

Ihr gab Heervater   Halsband und Ringe
Für goldene Sprüche   und spähenden Sinn.
Denn weit und breit sah sie   über die Welten all.

24

Ich sah Walküren   weither kommen,
Bereit zu reiten   zum Rath der Götter.
Skuld hielt den Schild,   Skögul war die andre,
Gunn, Hilde, Göndul   und Geirskögul.
Hier nun habt ihr   Herians Mädchen,
Die als Walküren   die Welt durchreiten.

25

Da wurde Mord   in der Welt zuerst,
Da sie mit Geeren   Gulweig (die Goldkraft) stießen,
In des Hohen Halle   die helle brannten.
Dreimal verbrannt   ist sie dreimal geboren,
Oft, unselten,   doch ist sie am Leben.

26

Heid hieß man sie   wohin sie kam,
Wohlredende Wala   zähmte sie Wölfe.
Sudkunst konnte sie,   Seelenheil raubte sie,
Übler Leute   Liebling allezeit.

27

Da42 gingen die Berather   zu den Richterstühlen,
Hochheilge Götter   hielten Rath,

Ob die Asen sollten   Untreue strafen,
Oder alle Götter   Sühnopfer empfahn.

28

Gebrochen war   der Burgwall den Asen,
Schlachtkundge Wanen   stampften das Feld.
Odhin schleuderte   über das Volk den Spieß:
Da wurde Mord   in der Welt zuerst.

29

Da gingen die Berather   zu den Richterstühlen,
Hochheilge Götter   hielten Rath,
Wer mit Frevel hätte   die Luft erfüllt,
Oder dem Riesenvolk   Odhurs Braut gegeben?

30

Von Zorn bezwungen   zögerte Thôr nicht,
Er säumt selten   wo er Solches vernimmt:
Da schwanden die Eide,   Wort und Schwüre,
Alle festen Verträge   jüngst trefflich erdacht.

31

Ich weiß Heimdalls  Horn verborgen
Unter dem himmelhohen   heiligen Baum.
Einen Strom seh ich stürzen   mit starkem Fall
Aus Walvaters Pfand:   wißt ihr was das bedeutet?

32

Östlich saß die Alte   im Eisengebüsch
Und fütterte dort   Fenrirs Geschlecht.
Von ihnen allen   wird eins das schlimmste:
Des Mondes Mörder   übermenschlicher Gestalt.

33

Ihn mästet das Mark   gefällter Männer,
Der Seligen Saal   besudelt das Blut.
Der Sonne Schein dunkelt   in kommenden Sommern,
Alle Wetter wüthen:   wißt ihr was das bedeutet?

34

Da saß am Hügel   und schlug die Harfe
Der Riesin Hüter,   der heitre Egdir.
Vor ihm sang   im Vogelwalde
Der hochrothe Hahn,   geheißen Fialar.

35

Den Göttern gellend   sang Gullinkambi,
Weckte die Helden   beim Heervater,
Unter der Erde singt ein andrer,
Der schwarzrothe Hahn   in den Sälen Hels.

36

Ich sah dem Baldur,   dem blühenden Opfer,
Odhins Sohne,   Unheil drohen.
Gewachsen war   über die Wiesen hoch
Der zarte, zierliche   Zweig der Mistel.

37

Von der Mistel kam,   so dauchte mich
Häßlicher Harm,   da Hödur schoß.
(Baldurs Bruder   war kaum geboren,
Als einnächtig Odhins   Erbe zum Kampf ging.

Die Hände nicht wusch er,   das Haar nicht kämmt’ er,
Eh er zum Bühle trug   Baldurs Tödter.)
Doch Frigg beklagte   in Fensal dort
Walhalls Verlust:   wißt ihr was das bedeutet?

38

In Ketten lag   im Quellenwalde
In Unholdgestalt   der arge Loki.
Da sitzt auch Sigyn   unsanfter Geberde,
Des Gatten waise:   wißt ihr was das bedeutet?

39

Gewoben weiß da   Wala Todesbande,
Und fest geflochten   die Feßel aus Därmen.
Viel weiß der Weise,   weit seh ich voraus
Der Welt Untergang,   der Asen Fall.
Grässlich heult Garm  vor der Gnupahöhle,
Die Feßel bricht   und Freki rennt.

40

Ein Strom wälzt ostwärts   durch Eiterthäler
Schlamm und Schwerter,   der Slidur heißt.

41

Nördlich stand   an den Nidabergen
Ein Saal aus Gold   für Sindris Geschlecht.
Ein andrer stand   auf Okolnir
Des Riesen Biersaal,   Brimir genannt.

42

Einen Saal seh ich,   der Sonne fern
In Nastrand, die Thüren   sind nordwärts gekehrt.
Gifttropfen fallen   durch die Fenster nieder;
Mit Schlangenrücken   ist der Saal gedeckt.

43

Im starrenden Strome   stehn da und waten
Meuchelmörder   und Meineidige
(Und die Andrer Liebsten   ins Ohr geraunt).
Da saugt Nidhöggr   die entseelten Leiber,
Der Menschenwürger:   wißt ihr was das bedeutet?

44

Viel weiß der Weise,   sieht weit voraus
Der Welt Untergang,   der Asen Fall.

45

Brüder befehden sich   und fällen einander,
Geschwister sieht man   die Sippe brechen.
Der Grund erdröhnt,   üble Disen fliegen;
Der Eine schont   des Andern nicht mehr.

46

Unerhörtes eräugnet sich,   großer Ehbruch.
Beilalter, Schwertalter,   wo Schilde krachen,
Windzeit, Wolfszeit   eh die Welt zerstürzt.

47

Mimirs Söhne spielen,   der Mittelstamm entzündet sich
Beim gellenden Ruf   des Giallarhorns.
Ins erhobne Horn   bläst Heimdall laut,
Odhin murmelt   mit Mimirs Haupt.

48

Yggdrasil zittert,   die Esche, doch steht sie,
Es rauscht der alte Baum,   da der Riese frei wird.
(Sie bangen alle   in den Banden Hels
Bevor sie Surturs   Flamme verschlingt.)
Grässlich heult Garm   vor der Gnupahöhle,
Die Feßel bricht   und Freki rennt.

49

Hrym51 fährt von Osten   und hebt den Schild,
Jörmungandr wälzt sich   im Jötunmuthe.
Der Wurm schlägt die Flut,   der Adler facht,
Leichen zerreißt er;   los wird Naglfar.

50

Der Kiel fährt von Osten,   da kommen Muspels Söhne
Über die See gesegelt;   sie steuert Loki.
Des Unthiers Abkunft   ist all mit dem Wolf;
Auch Bileists Bruder   ist ihm verbündet.

51

Surtur fährt von Süden   mit flammendem Schwert,
Von seiner Klinge scheint   die Sonne der Götter.
Steinberge stürzen,   Riesinnen straucheln,
Zu Hel fahren Helden,   der Himmel klafft.

52

Was ist mit den Asen?   was ist mit den Alfen?
All Jötunheim ächzt,   die Asen versammeln sich.
Die Zwerge stöhnen   vor steinernen Thüren,
Der Bergwege Weiser:   wißt ihr was das bedeutet?

53

Da hebt sich Hlins   anderer Harm,
Da Odin eilt   zum Angriff des Wolfs.
Belis Mörder   mißt sich mit Surtur;
Schon fällt Friggs   einzige Freude.

54

Nicht säumt Siegvaters   erhabner Sohn
Mit dem Leichenwolf,   Widar, zu fechten:
Er stößt dem Hwedrungssohn   den Stahl ins Herz
Durch gähnenden Rachen:   so rächt er den Vater.

55

Da kommt geschritten   Hlodyns schöner Erbe,
Wider den Wurm   wendet sich Odins Sohn.
Muthig trifft ihn   Midgards Segner.
Doch fährt neun Fuß weit   Fiörgyns Sohn
Weg von der Natter,   die nichts erschreckte.
Alle Wesen müßen   die Weltstatt räumen.

56

Schwarz wird die Sonne,   die Erde sinkt ins Meer,
Vom Himmel schwinden   die heitern Sterne.
Glutwirbel umwühlen   den allnährenden Weltbaum,
Die heiße Lohe   beleckt den Himmel.

57

Da seh ich auftauchen   zum andernmale
Aus dem Waßer die Erde   und wieder grünen.

Die Fluten fallen,   darüber fliegt der Aar,
Der auf dem Felsen   nach Fischen weidet.

58

Die Asen einen sich   auf dem Idafelde,
Über den Weltumspanner   zu sprechen, den großen.
Uralter Sprüche   sind sie da eingedenk,
Von Fimbultyr   gefundner Runen.

59

Da werden sich wieder   die wundersamen
Goldenen Bälle   im Grase finden,
Die in Urzeiten   die Asen hatten,
Der Fürst der Götter   und Fiölnirs Geschlecht.

60

Da werden unbesät   die Äcker tragen,
Alles Böse beßert sich,   Baldur kehrt wieder.
In Heervaters Himmel   wohnen Hödur und Baldur,
Die walweisen Götter.   Wißt ihr was das bedeutet?

61

Da kann Hönir selbst   sein Looß sich kiesen,
Und beider Brüder   Söhne bebauen
Das weite Windheim.   Wißt ihr was das bedeutet?

62

Einen Saal seh ich   heller als die Sonne,
Mit Gold bedeckt   auf Gimils Höhn:
Da werden bewährte   Leute wohnen
Und ohne Ende   der Ehren genießen.

63

Da reitet der Mächtige   zum Rath der Götter,
Der Starke von Oben,   der Alles steuert.
Den Streit entscheidet er,   schlichtet Zwiste,
Und ordnet ewige   Satzungen an.

64

Nun kommt der dunkle   Drache geflogen,
Die Natter hernieder   aus Nidafelsen.
Das Feld überfliegend   trägt er auf den Flügeln
Nidhöggurs Leichen — und nieder senkt er sich.

Die Deutung

Schon aus reinem Interesse habe ich diese Auszüge vor ein paar Monaten mal gedeutet. Denn ich stieß erst später darauf. Das Problem bei Deutungen ist immer, dass sie der momentanen Gemütslage, dem Wissenstand unterliegen. Deswegen werde ich Ihnen das nicht an tun. Das Einzige was ich Ihnen gebe, sind kurze Notizen, die Sie gerne weiterverfolgen dürfen. Denn glauben sollen Sie nur, was Sie wissen wollen. So in der Art. 🙂
32
Östlich saß die Alte im Eisengebüsch
Und fütterte dort Fenrirs Geschlecht.
Von ihnen allen wird eins das schlimmste:
Des Mondes Mörder übermenschlicher Gestalt.
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Querverweis – Werwolf

43
Im starrenden Strome stehn da und waten
Meuchelmörder und Meineidige
(Und die Andrer Liebsten ins Ohr geraunt).
Da saugt Nidhöggr die entseelten Leiber,
Der Menschenwürger: wißt ihr was das bedeutet?
>>
Querverweis – Vampir/Seelensaugen/

64
Nun kommt der dunkle Drache geflogen,
Die Natter hernieder aus Nidafelsen.
Das Feld überfliegend trägt er auf den Flügeln
Nidhöggurs Leichen — und nieder senkt er sich.

>>
Interessant ist das Ende. Denn der dunkle Drache kommt geflogen. Trägt die Leichen von Nidhöggurs auf den Flügeln.
Nun, es gibt eine Mythologie, die das Symbol des Drachen trägt. Es selber im Namen verewigt. Sie kennen ihn unter Umständen schon. „Dracula“ Ein witziger, ironischer Zusammenhang, wenn man es so sehen will. Es endet, sondern fängt erst dann an? Wäre Dracula der Drache, so kommt er in Begleitung der Verstorbenen, der Leichen des Seelenfängers. Und dann endet es, das Lied der Seher.

Fazit

Ich überlasse Sie diesen denkwürdigen Zeilen einer Mythologie. Ich will Sie nur im Umfeld von allem haben, was mit meiner Saga am Rande oder auch in Deutung zu tun hat. Zusammenhänge, Überlegungen, die überlasse ich rein Ihnen. Ist es geschicktes Spiel Jahrhunderte alter Lyrik oder wirklich eine Prophezeiung? Das wird uns die Zukunft, die Seele unserer Zeit irgendwann beantworten. Das ist sicher, nicht wahr? 🙂

 

Lies doch mal