Wir warten

Wir warten und harren aus, für den ewigen Moment einziger Glückseligkeit. Wir lassen die Sekunden monotoner Gegenwart verstreichen, auf dass sie uns die pure Zukunft manifestieren. Zeiten, die als Belohnung fungieren für die Mühe nie endender Gegenwart. Denn wir hoffen, wir bangen und betteln darum, dass was falsch läuft, uns einengt oder sogar einsperrt, in anderer Zeit vorüber ist. So ist die Zukunft unser Mittel zu Erlösung und zur Befreiung.

Alles, was eine Gegenwart zu tun hat, ist simpel zu vergehen. Wir arbeiten vor, wir mühen uns ab, für ein Ziel ersehnter Zukunft. Wir wissen, was wir wollen, was wir wünschen und viel mehr noch ersehnen. Wie ein nie gezeichnetes Bild, das Abbild unserer Träume, so halten wir es im Innern fest. Die Manifestation unserer ureigensten Wünsche, in Zukunft, da muss es sein.

So vergeht die Sekunde, die ewig dauern könnte. So verschwindet die Ewigkeit im Dunst der Warterei. Und so entschwindet uns die Allmöglichkeit nie erschaffener Gegenwart. Weil wir warten und ausharren, nur deswegen erleben wir nicht.

So mag die Zukunft unsere Träume beherbergen, die Gegenwart aber ermöglicht sie. Lassen wir verstreichen, so erleben wir nicht. Gucken wir zu, so alleine verpassen wir nur. So besteht die Zukunft bereits in angebrochener Sekunde der Gegenwart und alles war ein wir zu tun hat, ist simpel zu ergreifen.

Die Möglichkeit zu formen, die Zeit mit zu bestimmen und zu malen bereits, was Träume uns erfüllen. Die Zukunft ist jetzt und das Warten ist vorüber. So ergreife lieber die Gegenwart und forme so die Zukunft.

So warten wir nicht, sondern greifen ein und bestimmen neu. Im Jetzt, im Irgendwann, der Sekunde verstreichender Gegenwart. Denn die Sekunde allein verbirgt das Elixier der Ewigkeit. Greife und nimm, dann forme und flechte neu. Mehr, da braucht es nicht.

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