Perspektivenwechsel

Je nachdem, welche Perspektive wir einnehmen, um so unterschiedlicher ist unsere Erfahrung, das was wir aus einer Situation mitnehmen, lernen und auch verstehen. Dabei wird unsere Betrachtung der Welt, zumeist von fremden Einflüssen gelenkt. Sind wir hier oder dort, das hängt von unserem Job ab, dem Zeitplan und das wiederum ergibt die Wege, die wir gehen. Selten freiwillig werden wir auf manche Pfade gelenkt und fremd gesteuert, schon fast. Bin ich hier, begegnet mir dieser Mensch. Bin ich dort, so treffe ich einen Anderen. Schicksalsfäden, die uns steuern und auch lenken. Fremd oder eigen, die Frage stellt sich da mit Sicherheit.

Die Perspektive

Sitze ich im Bus, oder warte ich davor auf der andren Straßenseite, bis er vorbei fährt? Was lenkt den Moment, die Begebenheit, mit der wir durch unser Leben stolpern? Es ist der Job, den wir ausüben. Es sind die Kreise, in denen wir uns bewegen. Es sind Umstände, die uns von Begebenheit zu Begebenheit lenken. Sicher, zum Teil wählen wir unsere Kreise selber. Aber dann schicken sie uns von Ort zu Ort. Wie in einer fremdgesteuerten Kette, stolpern wir von Schicksal zu Schicksal, dem engen Terminplan untertan. So lernen und erfahren wir, was wir auf unserem Weg nur sollen. Das was dazu passt und so nur nicht anders sein kann. Dies sieht aber nicht nach einer freien Wahl für ein freies Leben aus.

Die Wahl

Wie wählen wir diese Kette an Begebenheiten aus? Die Wahl der Freunde, die Auswahl des Jobs, die Suche im Kreise der Interessen. All das zusammen ergibt eine Kette an Ereignissen, die uns selber wieder formt. Was wir wählen, bewusst als auch unbewusst, das hat zum Ergebnis unser Ich. Die Menschen, die wir dann treffen. Die Erfahrungen, die wir dann machen. Die Perspektive, die wir wie Beobachter unseres eigenen Lebens dann einnehmen. All das formt unser Ich. Und während es sich bildete, wählten wir den eigenen Weg, den wir trotz Unwissen, dann gehen müssen. So wählen wir und den Rest tut das Leben dann und fremde Menschen wiederum, die ebenso unbewusst als auch bewusst dann nur wählten. So ergibt sich ein Mischmasch an Zufällen und willkürlichen Begebenheiten, das Menschen bildet und formt im Zuge der perspektivischen Erfahrungen. Wie kleine Mosaiksteinchen fügen Menschen und die unterschiedlichsten Schicksale sich zusammen und ergeben wiederum eine größere Bewegung und im Ganzen dann eine Welt. Wie in der Natur, wirbeln die Funken umher, scheinbar willkürlich und dem Zufall überlassen und ergeben etwas Größeres, wie z.B. das Gehirn. Schön könnte man dies bezeichnen und auch als das betrachten. Nehmen wir aber noch hinzu, dass die Anfänge der Interessen von Eltern und Erziehung mitgelegt werden, so stellt sich die Frage nach der Wahl der Freiheit? Wann sind wir wirklich frei und wann konnten wir wirklich frei wählen? Wir halten den Gedanken der Freiheit extrem hoch. Haben dies schon immer getan. Aber sind Sie wirklich frei? Sie sind immer Sklave von etwas. Von der Suche nach der Wahrheit getrieben. Der Sklave des Geldes und der Arbeit, die man ausübt. Das Ergebnis der Umstände, aus denen Sie entstammen. Das könnte ein eigener Artikel werden zu der Freiheit, schrammen wir jetzt nur einmal daran vorbei.

Perspektivenwechsel

Wir können die Perspektive bewusst wechseln. Wenn wir uns in fremde Menschen einfühlen, die schöne Empathie, und versuchen zu erfühlen als auch zu verstehen. Dabei dann ist aber unsere Erfahrung immer von eigenen Erfahrungen und wiederum angelernten Gedankenmustern bestimmt. Also können wir nur bedingt die Perspektive wechseln. Wie durch ein Fenster gucken wir in ein anderes Leben und betrachten für kurze Zeit dann mal anders. Und was wir dann mitnehmen, das kann wiederum uns selbst beeinflussen und einen Richtungswechsel ergeben. Kann, wohlgemerkt. Denn im Grunde liegt dies an der eigenen Entscheidung mal wieder. Die wir im Zuge des Angelernten auf dem Pfade unseres eigenen Lebens, dann bereit sind zu treffen. Zum Teil wieder fremdgelenkt von den Wahlen, die wir vorher bewusst als auch unbewusst getroffen haben. So hängt alles zusammen und Eines ergibt das Andere. Eine Erfahrung ergibt und bildet uns, eine Andere lässt uns abrupt umlenken und einen anderen Weg einschlagen. Je nachdem, wie wir dies auch wirklich im Zuge eigener Freiheit können und bereit sind, Konsequenzen zu tragen als auch zu ertragen.

Fazit

Dieser Artikel regt etwas zum Denken an, so hoffe ich zumindestens. Ihr Schicksal hat Sie zu meinem Artikel und zu den Worten darin gelenkt, das freut mich persönlich natürlich. Denn ist im Groben betrachtet alles ein Zufall und dann doch wiederum auch nicht, so ist jedes Ergebnis in eigener Weise auch wieder einzigartig. Da es im Zuge der Begebenheiten und der eigentlich berechenbaren Faktoren, sich nicht anders entwickeln konnte. Also ist es wiederum auch doch kein Zufall, sondern nur das Ergebnis von einer Reihe an Einflüssen, die fremdgesteuert als auch nicht, Sie als Ergebnis vor den Bildschirm meines Artikels führte. Das wiederum natürlich ist eine Ehre. Ich danke für die Zeit und Muße, die Sie meinen Zeilen folgen ließ. Bis zum nächsten Artikel in anderer Perspektive, die ich bis dato selbst noch nicht kenne. Lassen wir uns gemeinsam überraschen.

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