NonSens drehender Nichtigkeit

Wir spielen mit den Worten, die als Sprache nun mal die unsren sind. Mal besser, mal schlechter und dann doch nur wieder zurück. In Perfektion, dem Hauch an oberster Spielhaftigkeit, lässt sich so ein NonSens ohne offensichtlichen Sinn erschaffen, dessen Aufgabe, vielleicht auch kleine Bestimmung, weniger Verstehen, manchmal Begreifen und dann doch wieder nur reines Denken ist. So bilden sich Ketten an Buchstaben, Reihen an Worten, die als Nächstes ein Puzzle künstlerischer Wahrheit bilden. Im Status des geübten Schreibens, Textens, Dichtens, ist dies ein Hauch an Frische, der dem Schreiberling ein mehr als Grau an Trott abverlangt. So verdreht man extra, was grade war. Verknüpft das Eine, mit dem Reime und zerstört die Bildsamkeit, die sich Takt flüssiger Sprache nennt.

Die Tage fliegen, das Jahr verstreicht und so beginnt ein Neues, an Chance, an Möglichkeit und so auch reinem Potential. Nur ist die Wahl zu Neuem, das Ablehnen eines Alten und dies wiederum den Weg von vorher so schon fast verneint. So war nicht falsch, was einmal war. Weniger sollte bewertet, geknechtet an ein Urteil, dem schnellen Geist zum Richterbeil begleiten. Was war das war und ist doch immer gleich, das eine Sein, im Innern weich. So fragt, so sucht man, nach Neuem ohne das Alte, beginnt einen Anfang ohne Ende erreicht zu haben. Knechtet Weg an Pfade, die zu gehen man immer bereit war. Doch Neu? Doch frisch? Ein Alltag ohne die Alltagspflicht? Wir sind Mensch im Sein, im rein, im Kleinen, das Leben sich nennt. Und doch, da knechten wir selber uns an Schlenker, die niemals nur wir berühren dürfen. Denn nur das Neu, kann Altes immer toppen. Und doch, wollen wir nicht im Alten bleiben, müssen Neues beginnen, um so frisches zu finden. So gibt`s als Ausweg nur Eines, das alleine nur Keines bleibt: Die Variation

Variation an Sinn, an Wahrheit, an Glauben dessen, was vergessen in Tiefen schlummert. Im rein des Sein, in den Strudeln der Zeit, den analogen Nullen, die Geschichte sich nennen. Vergangenheit kettet an die blassen Blasen des Nebels, der flüchtig sich des Nachts in unsere Träume einschleicht. Die Zukunft ist das Tor, das zu offen, den Rahmen, den Weg, die Richtung und auch Schlenker verliert. So dass die Wahl manchmal im Stehen verbleibt. Gut und richtig, einfach und leicht, denn auf immer es dem Gleichstand gereicht. Was bleibt ist der Ton einer Gegenwart. Die gefrorene Sekunde in der der Zeiger einer Uhr seine Musik antönt. Was darf sein? Was muss? Was darf und soll doch so nur niemals?

Ein Hauch an Leichtigkeit, ein simpler Pfad, der so wieder nur keiner ist. Es ist des Drehens, des Springens, die Variation, die alles vermischt und so sich selber gebiert. Eines bleibt immer nur Eines. Viele auf immer dem Vielen gereicht. Aber dreht man, vermischt man nur extra, was so nicht gedacht, so bildet sich Manches, das es so selbst Schicksalsfäden nicht spinnen konnten. Ein Hauch an Zukunft, ein Ton der Vergangenheit, ein Bild in der Gegenwart. Zeitloses Sein, das sich keiner Richtung verschreibt. So tut man alles, was man schon immer nur tat. Tut wieder keines, das vorher man gewagt. So spielt man mit sich, dem Sein, der Zeit, der reinen an Möglichkeit. So bildet sich Alles, das keines war. Ein Keines, das Niemals sogar. Denn was nicht ist, das war auch nicht. So findet sich kein Neues, kein Altes, kein Gebrauchtes und doch alles in Einem, wie wahr.

So ist mein erster Artikel im neuen Jahr, nur einer, der der Variation gereicht. Es ist das Spiel an Worten, es ist Wissen, es ist Traum und ebenso ein Teil der kleinen Wirklichkeit. Denn eine Last, wenn auch Verantwortung oder Richtung, ist niemals schwer, wenn auch ebenso nicht leicht zu finden. So mag man das X einer Gleichung doch viel mehr, als die Zahlen, die knechtend die Lösung formen. Manches ist zu verstehen, andres zu begreifen, das Meiste einfach zu nehmen und dem NonSens an Nichtigkeit zu unterwerfen. Denn was doppelt sich verneint, das nur manchmal das Ja verbirgt. Ein letzter Schluss an eigens kreierter Pointe, die dem Artikel das Wasser reicht.

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