Eine nur seichte Betrachtung

Der Mensch geht vom Ursprung her, den Pfad des geringsten Widerstandes und sucht sich die schnellste Befriedigung, die er bekommen kann. Er nimmt das, was ihm am schnellsten und einfachsten eine Belohnung verspricht, den Weg der Bequemlichkeit. Alles in der Natur ist es geübt, mit Widerständen umzugehen und sich den Irrweg darum herum zu suchen, der die Funktionalität nicht weiter beeinflusst. Denn alles hat seine Aufgabe und seine Pflicht zu erfüllen, für das es erschaffen wurde. Aus dem Zufall der Funktionalität heraus, dem des größten Nutzen oder man möge dem Gläubigen auch etwas Höheres als Ursache bestätigen. Denn wie alles ineinander passt, sich anschmiegt und aus Millionen an Zufällen die komischsten Ergebnisse produziert, die dennoch nie anders sein können, so kann man gerne an eine Planung glauben. Ob dieser Gedanke nun zutrifft oder eben auch nicht. Jeder nimmt sich das, was ihm am besten passt, was auf dem Weg eigener Entwicklung nicht anders im momentanen Zeitraum nur sein kann.

Der Mensch

Der Mensch ist ein Individuum aus Schaltungen und ineinander geschmiegte Funktionalität, die aus Zufall oder nicht, etwas Höheres erschaffen hat. Den Geist und die Seele. Das Bewusstsein über sich selbst und eben auch die Umwelt. Im Geist kann der Mensch nun Großes erreichen. Zuerst in der Vorstellung und dann mit dem ureigensten starken Glauben an eigene Sache auch im realen Leben. Und doch, so groß er sein kann, so bequem und alltäglich ist er auch. In eben besagtem Alltag, lässt er sich von Medien beeinflussen, glaubt den Neuigkeiten, die rein aus 1 und 0 bestehen aus dem lieben Internet und räumt eben jenem wieder den größten Platz ein. Zu jeder Sekunde, zu jeder Zeit nur online und im virtuellen Kreis der Lieben, dass er das reale Geschehen um einen herum, schon wieder nur verpasst. Was sich in Einzigartigkeit im realen Leben bietet, nur das sieht er nicht, da seine Aufmerksamkeit ganz woanders ist. So entgehen ihm einzigartige Momente und Augenblicke, die der Anfang für größeres sein könnten.

Daneben lässt er sich berieseln. Vom Fernsehen und etlichen Serien, die den Traum für ein Selbst bereits vorleben. So kann er das Leben erfühlen und erleben, das er nicht imstande ist, zu erreichen. Eben gerade, weil das simple Folgen und berieseln lassen eine Trägheit verursacht, einen Trott des Alltags, aus dem man nie oder schwer nur wieder rauskommt. Er glaubt den schnellen Versprechen der Werbung und rennt so dem Konsum nicht schnell genug nach, der ihm schnelle Befriedigung und Erfolge beschert, die aber nicht von Dauer sind. So wird er Sklave der neuesten Artikel, der zu schnellen Befriedigung und kann nicht genug arbeiten, um sich diese wieder leisten zu können. Ein Kreislauf, der die freie Seele, den großen Geist wieder nur versklavt und ja auch einsperrt.

Wir können auch Groß

Aber neben allem, das zu kritisieren sich lohnt, kann der Mensch auch groß sein. Gegen die Natur der Bequemlichkeit, nimmt er Strapazen auf sich, um einem anderen Menschen zu helfen. Einem Menschen, deren Not er sieht oder auch ein Freund, der Hilfe benötigt. Er kann den eigenen Nutzen über eine größere Sache stellen und etwas bewirken, das größer als er nur rein selber ist. Unsere Natur fesselt uns und doch können wir uns über sie erheben und etwas bewirken. Aus dem Glauben heraus oder nur einem Gefühl, dem wir folgen.

Denn die Bequemlichkeit hat auch eine Stärke. Die des Leben lassens und gerade sein lassen. Man nimmt es, wie es kommt und geht den Weg des geringsten Widerstandes. Mitunter wirft einen nicht so schnell etwas aus der Bahn und man begegnet den Wirbeln eines Lebens mit Ruhe und Gelassenheit. Für die Mitmenschen, die einem begegnen und einen ertragen müssen, ob im Alltag oder auf der Arbeit, ein sehr dankbarer Zustand.

Fazit

Ein Fazit kann man an dieser Stelle nicht wirklich ziehen. Denn der Artikel hat zwei Betrachtungsweisen angezeigt, die nicht Gegensätze sind, sondern dennoch miteinander vereinbar. Und wie kann ich zu groß kritisieren, bin ich doch auch ein Teil dieser Gesellschaft. Mit allen Fehlern und Schwächen, die das mit sich bringt. Wir sind groß und manchmal auch klein. Wie könnte es auch anders sein? Wo wir doch alles sein können, was wir wollen, übernehmen wir manchmal das Steuer, wenn uns etwas von Bedeutung begegnet und sonst nur, lassen wir geschehen, wenn es simpel egal und nicht wichtig erscheint.

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