Die Erwartung

Um so mehr wir zeigen was wir können, um so mehr müssen wir auch. Das ist so im Berufsleben, in der Freizeit manchmal sogar unter Freunden so. Es ist die Erwartung, dass wenn einmal etwas getan oder erreicht, es immer wieder ebenso passieren müsste. Dadurch entsteht ein Druck, eine Pflicht vielleicht sogar, die wie eine Last auf den Schultern hängen bleibt. Der Mythos Freiheit bleibt dann auf der Strecke. Die Unbedarftheit mit der man unschuldig sich irgendwelchem Geplänkel hingegeben hat.

Auch in der Bloggerei entsteht nach einiger Zeit eine Erwartungshaltung. Immer frisch, immer neu und samt streichende Worte, die durch ein Thema streichen. Jetzt darf man sich nicht beschweren, denn wie bei dem Meisten Anderen nicht, hat man sich die Bloggerei immerhin freiwillig ausgesucht. Nichts gibt es, dass einen zwingt irgendwas zu tun. Es besteht keine Pflicht und ebenso kein Druck. Außer man setzt sich selber darunter. Dann ebenso verschwindet der Mythos Freiheit mal wieder.

Dabei ist das Bloggen an für sich, das freieste was ich kenne. Sicher arbeiten wir auch SEO technisch. Das heißt wir suchen uns extra Themen, mit denen wir irgendwann super gelistet werden. So besteht zumindestens die Hoffnung. Denn nur von den Besuchern lebt ein Blog. Denn sind wir ehrlich, wir Blogger, so schreiben wir für zukünftige Leser und nicht rein für den Blog. Mottentkistenmäßige Artikel, die verstauben und nie gelesen werden. Sicher haben wir nicht immer Recht, wie denn auch. Wir sind Menschen wie jeder Andere auch, aber wir besitzen die Freiheit, die wir uns genommen haben. Die, der Sprache. Wir schreiben wüst zu einem Thema, lassen uns aus und fertigen ab. Ein jeder Blogger mit eigener Note. Und irgendwann, so hat man eine breite Leserschaft. Dazu dann die Suchmaschinenbesucher und ein Blog lebt. Zu alten Zeiten auf meiner Domain cyberknowledge.de hatte ich es geschafft auf 1000 Besucher täglich. Das ist jetzt 4 Jahre her. Mein privates Ziel ist es wieder dort hin zu kommen. Das ist meine Erwartung an mich selber.
Und mit der Zeit werde ich das auch schaffen. Ich brauche noch einen PR und die Artikel müssen entsprechend gelistet werden, dann läuft es.

In der Zwischenzeit habe ich mich aber von jeder Erwartung befreit. So bleibe ich frei in meinen Worten und schreibe genau das, was mir durch den Kopf geht. Frei eben in meiner Kreativität. Mal so und dann wieder anders. Frei eben. Mal lyrisch verdreht, dann wieder rein sachlich und themenbezogen. Schreiben können tue ich alles und manchmal habe ich sicherlich einen an der Klatsche. Aber wer hat das nicht? Genau 🙂

Man kann mit Erwartung nur so umgehen, dass man sie ausblendet. Sicher besteht sie weiter, aber hält man sie sich die ganze Zeit vor, so ist dies wie ein eingeblendetes Ziel, unter dem man nicht ankommen darf. Das ist Druck, das ist Pflicht und vielleicht sogar Zwang. Nichts davon ist gut oder hilfreich bei egal was man macht, machen muss oder will. Ich wünsche Ihnen ganz wenig Erwartungshaltungen und viel Freiheit, die Sie sich nehmen können, wie es Ihnen beliebt.

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