Das Thema Angst

Angst ist ein Gefühl, ein Zustand, eine unangenehme Empfindung, vor der wir uns dennoch niemals erwehren können. Nicht im Leben, im Alltag, selbst in unseren Träumen kann sie uns quälen. Denn es ist eine Urempfindung, die den Menschen begleitet, solange er existiert. Ein Bewusstsein hat, selbstständig denken kann und sich seiner Selbst, mehr oder weniger, bewusst ist. Sie lähmt uns, treibt uns zu Höchstleistungen in Extremsituationen an und es ist verdammt schwer, sie zu besiegen.


Jeder Mensch hat seine eigenen Ängste, die in einem Leben so entstehen. Es gibt die Existenzangst als auch eine jene vor eben den kleinen Spinnen. Ebenso gibt es die Unterscheidung ihres Grades. Verusacht sie nur eine kleine Gänsehaut oder verusacht sie sogar einen Schockzustand. Die Psychologie selber wartet mit Angstörungen auf, die den Betroffenen krankhaft in Angstzustände versetzen oder eben den Phobien, die gleichsame Auswirkungen mit sich bringen können.
Aber Angst kann auch ein Weg zu unseren größten Stärken sein. In dem wir der Angst zuhören, ihr folgen und sie letztendlich besiegen. Denn Angst hat an für sich einen guten Zweck. Es ist einer Warnung gleich ein Signal, das uns schützen soll. Vor eben einem gefährlichen Zustand oder einer gravierenderen Gefahr. Es kann auch ein Zeichen für eine überbelastete Psyche sein, die sich so Gehör verschaffen will, in z.B. einer Panikattacke. Eine zeitlang kann man ignorieren, aber irgendwann dann, muss man mal nachschauen, was denn nicht stimmt oder eben falsch läuft. Einem Indikator gleich kann die Angst Fehler aufzeigen. Stellt man sich jetzt seiner Angst, sucht nach ihren Ursachen, so kann sie uns zu neuer Stärke verhelfen. Aus einer Schwäche wird jetzt so eine Stärke. Denn eine einmal besiegte Angst, bleibt eben zu meist auch eben das, nämlich besiegt.
Ich zitiere eine kurze Passage von Wikipedia:
Im Umgang mit der Angst entwickeln Menschen entsprechend ihrer angeborenen Gefühlsstruktur und ihres erlernten Risikomanagments ein breites Spektrum an Verhaltensmustern, die sich nicht immer stabil zeigen, sondern entsprechend der jeweiligen Angst auslösenden Situation erheblich variieren können. Der Wagnisforscher Siegbert A. Warwitz unterscheidet dabei acht typische „Einstellungstendenzen“, die sich in die Richtungen „Fluchtreflex“, „Angriffshaltung“, „Überhöhung“ oder „Verharmlosung“ bewegen:
Das Vermeidungsverhalten versucht, Angst induzierenden Ereignissen, Räumen oder Personen möglichst auszuweichen.
Das Bagatellisierungsverhalten ist bestrebt, die als peinlich erlebten Angstgefühle vor sich und anderen herunterzuspielen.
Das Verdrängungsverhalten versucht, der gestellten Aufgabe hinderliche Angstgefühle zu unterdrücken oder wegzuschieben.
Das Leugnungsverhalten blendet Anzeichen von Angst aus dem Bewusstsein aus oder versteckt die als Schwäche empfundenen Angstgefühle vor anderen.
Das Übertreibungsverhalten wiederholt und überzieht Sicherheitsvorkehrungen zur Beruhigung der angespannten Gefühlslage.
Das Generalisierungsverhalten folgt dem Denkschema von Ängsten als „normaler“ Erscheinung, um sich aus einer erlebten Sonderstellung zu befreien. (“Jeder hat doch Angst”)
Das Bewältigungsverhalten bemüht sich um ein realitätsgerechtes Maß an Angst und um ein „funktionierendes Angstgewissen“.
Das Heroisierungsverhalten nimmt die emotionale Befindlichkeit der Angst an, sucht sie sogar und empfindet dabei ein gewisses Heldentum.
((https://de.wikipedia.org/wiki/Angst))

Ich möchte einmal eine Passage aus einem Dark Knight Comic zitieren, da es hier wunderbar passt. Erschienen unter dem Titel: Das Höllenserum.

“Angst ist ein Kannibale. Sie zehrt von sich selbst. Sie lebt in jedem Schatten. Lauert hinter jeder Ecke. Sie kann an zwei Orten gleichzeitig sein — vor dir und gleichzeitig auch hinter dir. Angst verbirgt sich in jeder Entscheidung, zieht jeden deiner Schritte in Zweifel. Doch das liegt an dir selbst. Du bist es, der ihr das Leben schenkt. Du bist der Vater deiner Angst. Unser Instinkt will uns lähmen im Angesicht dessen, was uns Angst macht. Aber genau das ist Angst — Instinkt. Wir fliehen, denn das ist unsere Natur. Lieber heute weglaufen und morgen kämpfen, so sagt man. Aber wenn wir fliehen, wird der Kannibale stärker. Lauft lieber auf eure Angst zu. Stellt euch ihr. Seht ihr ins Auge. Zwingt sie zu blinzeln. Seht wie sie schrumpft.”

Die kurze Passage aus dem Batman Comic hat es auf den springenden Punkt gebracht. Ängste haben wir alle. Mal mehr, mal weniger. Mal dort vor, mal hier vor. Aber es geht immer darum, wir wir mit einer Angst eben umgehen. Und dann erst zeigt sich, ob sie uns ein Gefängnis baut oder das erste Fenster in neu gewonnene Freiheit sein darf. Vielleicht muss man der Angst gegenüber erst hundert mal verlieren, um einmal ganz zu obsiegen. Aber das eine mal ist es wert, denn es kann die Angst für immer besiegen.

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