Borderline und die Schübe

Es kann eine Zeit lang alles ok sein. Der Borderliner hat keine Probleme. Vielleicht vergisst oder verdrängt er sogar, dass er mal Probleme, Momente tiefster Trauer und Verzweiflung hatte.

Aber auf einmal kann es kippen. Wie aus heiterem Himmel hängt er wieder mitten drin. Und unter Umständen sogar noch tiefer als vorher.

 

Die Person hatte ihr Hoch. Vielleicht hat sie auch einige Zeit eine Rolle gelebt. Etwas was sie glauben lassen hat, dass sie dieses Leben diese Rolle ist. Dass in ihr nicht mehr sie selber steckt. Dass alles Leid, alle Trauer endlich vorbei ist?

So einfach ist es aber natürlich nicht. Die Psyche lässt sich nicht so einfach austricksen und abschalten, verdrängen.

Und so kommt es wieder. Schubartig und unerwartet “schlägt” es zu. Viel stärker vielleicht als vorher. Und da es unerwartet kommt und der Erkrankte sich in Sicherheit gewogen hat, sind solche Momente noch gefährlicher als sonst. Er ist unvorbereitet und je nachdem der sonstigen Verfassung extrem anfällig.

In solchen Momenten kann wer weiss was passieren. Selbstverletzung, ein Ausbruch der sich in Agressionen zeigt oder Wutausbrüchen. So oder so wird es nicht gut enden.

Manchmal ist der Auslöser für solche Schübe, das Umkippen der Stimmung auch bloss das Wort eines Freundes, eines Bekannten. Ein schiefer Blick, der fehlinterpretiert wird und schon geht es los. Was Sie als Unbetroffener machen können?

Am Besten gar nichts. Lassen Sie die Person in Ruhe. Achten Sie nur darauf, dass sie sich selber nicht schadet. Aber für Agressionen wären Sie als Projektionsziel gerade zu geschaffen. Also erstmal beruhigen lassen und später drüber reden, sofern möglich.

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